Vom Dasern und Wesen Gottes.
Mein ganzes Leben dir nur halben noth, Du, herr, weißt weihn Mein glück nur auf dich rath zu finden. Gieb, daß ich dir bauen, Und dich niemals ver: stets traue zu, Du werdest für leugnen. mich sorgen, Auch übles weder denk noch thu; Denn dir ist nichts verborgen, Du prüfest herz und nieren.
3. Du bist der höchstvollkommne geist, Der vater aller geister, Dich preiset, was vernünftig heißt, Als feinen berrn und meiſter. Laß meiner seele hohen werth Mich reine tugend lehren, Und so wie es dein wort begehrt, Dich unge Heuchelt ehren, Im geist und in der wahrheit.
8. Gott, du bist heilig und gerecht, Kannst keine sünden dülden; Wer sagen will, er sey dein knecht, Der meide sündenschulden. Gieb, daß ich mich der heiligkeit Mit rechtem ernst befleiße, Nachjage der gerechtigkeit, und deine wege preise, So wunderbar sie scheinen.
4. Du bist, o gott, von ewigkeit, Und wirst allzeit bestehen, bleibet deine herrlichkeit, Wenn himmel selbst vergehen. Laß von der erde eitelm tand Mein herz sich stets erheben Zu meinem wahren vaterland, Und nur nach dem mich streben, Was ewig mich erfreuet.
5. O gott, was seyn wird, ist und war, Und was wir thun und dichten, Das ist dir alles offen: bar, Du wirst einst alles richten. Laß mich dein heilig auge scheun, Aufrichtig vor dir wandeln, Und deines beifalls mich zu freun, Auch dann rechtschaffen handeln, Wenn finsterniß mich decket.
6. Unendlich ist, herr, deine macht, zu retten, die dich lieben, Und wenn der frevler dich verlacht, Auch rach an ihm zu üben. Gieb, daß mich deiner allmacht schutz Stets, als ein schild bedecke, Mich auch nicht menschen grimm und truß, Nur deine strafe schrekte! Du tödtest leib und seele.
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9. Du bist sehr gnädig, fromm und gut, Vergiebst die schuld dem sünder, Erbarmst dich, wie ein vater thut, Von Herzen deiner kinder. Laß reichen trost von deiner gnad Auf meine seele fommen. Von mir sey meine missethat So fern hinweggenommen, So fern der oft vom abend.
10. Gott, deffen wahrheit stets besteht; Wohl denen, die dir gläuben! Wenn erd und himmel einst vergeht, Wird dein wort ewig bleiben. Gieb, daß ich fürchte dein gericht, und alles, was du dräuest, Auch hoffe, was dein wort verspricht, Daß du mirs gern verleihest; Wer hofft, wird nicht zu schanden.
11. Gott, wenn ich dich so kenn und ehr, Dein wort zum grunde sezze, Erfreu ich mich darüber mehr, Als über alle schäße, Bis ich dort, o mein heil und licht, 7. Voll Höchster weisheit bist Dich ohne lallen nenne, Von andu, gott, Kein mensch kann sie gesicht zu angesicht Dich schaue, ergründen; Umringt uns allent- dich erkenne, Und unaufhörlich lobe.
Mel. Nun fomm der Heiden Heiland.
8. 11nermeßlich ewig ist Gott
der höchste! herr, du bist,
Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere.
Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes.
Wie du dich uns offenbarst, Nun und ewig, der du warst.
2. Ewig bleibst du selbst dir gleich, Weif' allein und gnadenreich, Ewig mächtig und voll kraft, Heilig und untadelhaft.


