Vom Daseyn und Wesen Gottes.
herr, weiß nicht zu fehlen, Weiß aus dem nichts hervorgebracht, nur das beste zu erwählen; So Voll durst nach weisheit frage; oft ich dir auf deiner bahn Von So nennt er mir, du erster, dich, ferne nachseh, bet ich an, Und Du wesen aller wesen! Gott, fromme zuversicht im leiden Er- deinen namen nur kann ich Auf füllt mein herz mit sanften freu- allen dingen lesen, und keines anden, Und meinen mund mit preis dern namen. und dank.
3. Der sterne unzählbares heer, Die deinen thron umgeben, Die erd, o gott! die luft, das meer, Und die in ihnen leben, Wie preiset ihre harmonie Dich, o du geist der geister! Mit welcher eintracht rufen sie: Der schöpfung herr und meister Ist einer, ist Jehovah!
4
6. Du geist der geister, führe du Uns dir, dem schöpfer, wieder zu, Die du nach deinem bilde schufest, Und zu dir alle nun berufest; Auch wir sind geister, danken dir, Daß du uns leben gabst, daß wir Die größte unter deinen gaben, gott! vernunft und freiheit haben, Dir danken wirs, unendlicher!
7. Des fleisches lüfte zwingen noch Den geist der freiheit in ihr joch; Preis dir, du wirst von al len bösen Die deinen einst gewiß erlösen; Bald mach uns von der knechtschaft frei! Lehr jeden christen, wer er sey, Lehr, in den banden selbst uns streiten Ums nahe heil der ewigkeiten, Wozu dein sohn erkauft uns hat.
8. O land der freiheit, stadt des Herrn, Wärst du mir seufzendem nicht fern! Wann wirst du, gott, mein seufzen stillen, Und meine hoffnung froh erfüllen? Noch bet ich dich in schwachheit an, Wie ich im fleische beten kann; Dann werd ich freier vor dich treten, Und ganz im geiste zu dir beten! Hallelujah! Hallelujah!
4. Sinkt in den staub hin! betet an! Jehovah ist der höchste! Er ist allein! und keiner kann Ihm gleich seyn, ihm der nächste! Gott spricht: ich bin allein der herr, Ich bin, ich war, ich werde Seyn, der ich bin: kein anderer, Im himmel, auf der erde, Hat meinen ruhm und namen.
5. Und ewig bleibst du mir allein Der gott, an dem ich hange! Und ewig solls kein andrer seyn, Von dem ich heil verlange! Mein ganzes leben weih ich dir, Mein gott, auf den ich traue! Und weiß gewiß, einst giebst du mir, Daß ich dein antliß schaue, Dich selbst, du unsichtbarer!
Mel. Chrift, unser Herr, zum Jordan.
7. selbst
bereit, Vor deinen thron zu treten, und deine große herrlichkeit Voll ehrfurcht anzubeten. Laß, herr, vor deinen angesicht Mein Herz sich deiner freuen, Und einen strahl von deinem licht Die finsterniß zerstreuen, Die mich hier noch umgiebet.
2. Du bist der Herr, und keiner mehr, Nichts sind der beiden göt ter, Nur dir gebühret preis und ehr, Kein helfer, noch erretter 2. Wenn ich den weltbau, wessen Ist außer dir; laß mich allein macht Am ersten aller tage Shn Auf dich, n herr, vertrauen,
Mel. Gs woll uns Gott genädig.
6. We er ist dir gleich, du ein
ziger! Wer thut, gott, deine werke? Wem jauchzet sonst der himmel heer, Und nennt ihn: gott der stärke! Du warst, und deiner allmacht ruf Befahl der welt zu werden. Befennt es, völker, die er schuf: Im himmel und auf erden Ist keiner seines gleichen!


