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Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste : mit Herzogl. Braunschw. Lüneb. gnädigstem Special-Privilegio ; [nebst] Episteln und Evangelia auf die Sonn- und Festtage [...]
Entstehung
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that deiner hand, Was nügt ein

du nicht,

Vom Daseyn und Wesen Gottes.

spott, Und seine wohlthat ist der freut sich in dir, Unsterblicher, tod! Gott, wahrer gott! Wie graun­voll wird mir deine welt, Wenn nicht dein arm sie führt und hält.

weich nicht von mir! Was sind die leiden dieser zeit Dem, der sich deines dafeyns freut? Dort im gericht, Wenn erd und him­mel untergehn, Wirds, daß du bist, der leugner sehn.

3. Kann ohne dich ein glück er freun, Für mich ein gut auf er den seyn, Und kann ichs froh ge­nießen? Was hilft mir freiheit und verstand? Ists keine wohl­

GO

4. Ach wüßt ich keinen gott, wohin Wollt ich vor starken haf fern fliehn? Wem klag ich ihr verbrechen? Der unschuld thrä­nen, ihren tod, Erhöbe sich kein mensch, kein gott, An ihren feind zu rächen. Vor schmach und ungerechtigkeit Gäb ihr das grab nur sicherheit. Mit ihrem hauch wird auch ihr flehn Um recht und um gericht verwehn. Und er ihr feind, Der fünder, welcher gott nicht glaubt, Erhöbe, wie ein berg, sein haupt.

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5. Gedanke, der mein herz er­höht, Daß dies mein fleisch einst aufersteht, Daß seelen nimmer sterben! Wenn gott nicht lebt, was trau ich dir? Nur falsche hoffnung giebst du mir, Und en­digit mit verderben, Mich ruft mit huld im angesicht, Kein gott aus grabesnacht ans licht, Mein geist ist auch des todes raub, Nie auferstehn wird dieser staub. Gott richtet nicht! Auf tugend wartet dort kein lohn! Hier ist ihr erb­theil schmach und hohn!

6. Nein! eh ich zweifle, daß du feyst, Unwandelbarer, ewger geist, Mag mich die welt ver­spotten! Laut will ich zeugen, daß du bist, Und daß es schnöder frevel ist, Dich fühlen und dich spotten! Mein geist und leib

erfreun sie nie, Ein traum ist ursprung schon Von ewigkeit stund, ihre lust, wie sie, Die erd ist finsterniß, kein licht Entströmet deinem angesicht, Kein himmel jauchzt! Auf erden opfert nie­mand dank Vom aufgang bis zum untergang.

und bestehet, Ob alles wiederum vergehet. Mit wollust sättigt sich mein geist, So oft er deinen na­men preist. Wie köstlich ist mirs, dir lobsingen, Dir danken, herr, dir ehre bringen, Und im gebet mich zu dir nahn!

2. Du, der du bist, und der da war, Dein nam ist groß und wunderbar. Wer kann sich bis zu dir erheben, Dein antlig schauen und noch leben? Kein bild ist, was dir, herrscher, gleicht, So weit auch deine schöpfung reicht. Du bist ein geist; nur geiſter können Dich fühlen, daß du biſt, dich nennen, Herr, unser gott! unendlicher!

Mel. Komm, heilger Geist, Herre.

5. Du unsichtbarer, deſsen

weiten

3. Untheilbar bist du, dem kein tod Durch tausend ewigkeiten droht. Dir, quell des lebens, hat dein leben, Kein ältres wefen je gegeben. Du lebst durch dich; dein leben ist Ein strom, der un­aufhaltsam fließt, Rings um dich her glückseligkeiten Und leben zu verbreiten, Von ewigkeit zu ewigkeit.

neues

4.

Du geist des lebens! himm­lisch licht Umstrahlt dein göttlich angesicht; Vernunft, die alles fennt und siehet, Der kein geheim­niß je entfliehet. Du schauest schnell mit einem blick Auf ewig vorwärts und zurück; Ermüdest nie, und kannst nicht irren, Und keine zahl kann dich verwirren, Und sollte sie unnennbar seyn.

5. Du willst, und was dein mund gebeut, Ist wahrheit und gerechtigkeit. Dein rathschluß,

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