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Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste : mit Herzogl. Braunschw. Lüneb. gnädigstem Special-Privilegio ; [nebst] Episteln und Evangelia auf die Sonn- und Festtage [...]
Entstehung
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Vom Daseyn und Wesen Gottes.

kannst du tödten. Wen du ernie- sonst erst ein unendlich gut zu drigest, Gott, wer kann den er höhn? Wen du erhöhen willst, Deß hobeit muß bestehn.

suchen, Sich dann zu fluchen.

5. Wir flögen gleich dem staub auf, sänken wieder, Wie leicht verwebter staub, zur erde nieder. Schen ist das laster, wenn ich gott nicht finde, Die tugend fünde.

5. Wer hat dich je gefehn? Wer kann im fleisch dich sehen? Kein sterblich auge reicht Bis zu des lichtes Höhen, Wo du voll majestät Auf deinem stuhle thronst, Und unterm frohen lob Der him­melsheere wohnst.

6. Was hülfs, daß ich mich gut zu werden übe? Was könnt ich hoffen? wer verdiente liebe? Verzweiflung wär' der beste trost dem herzen In seinen schmerzen.

6. Was wir, unendlicher! Von deinem wesen wissen, Das haſt du selbst zuvor Uns offenbaren müssen. Die schöpfung zeugt von dir; Und deines sobnes mund Macht uns noch deutlicher, Gott! deinen namen fund.

7. Flieht, tödtende gedanken! ihr beflecket Von ferne schon die seele, die ihr schrecket! Flieht! denn ich kenne meines Lebens quelle; Entweicht zur hölle!

7. Doch hier erkennen wir Dich noch gar unvollkommen. Wird aber dermaleinst. Der vorbang weggenommen, Der dich, unend­licher, Noch unserm blick ver­schließt, Dann sehen wir dich, gott, So herrlich, wie du bist.

8. Ich weiß, daß gott ist, weiß, an wen ich glaube; Weß hauch die seel ist, wer den leib vom staube So fünstlich baut, mich trägt, mich unterstüßet, Und täg­lich schüßzet!

8. Indeß sey auch schon jetzt Dein ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein lob Von la lend schwachen zungen! Dort soll, wenn wir dereinst Ver dir verherr­

9. Ich weiß, auf welchen grund mein glück ich baue, Wen ich ver­ehre, wem ich mich vertraue. Ihm zu gefallen, will ich mich nun üben: Und ihn nur lieben.

Met. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr.

licht ſtehn, Ein lied im höhern 4. Web dem, der leugnet, daß chor Dich, großer gott! erhöhn.

Unendlicher!

2

Mel. Wend ab deinen Zorn.

sein leben ist Ihm leer von edler freude; Sein wilder lasterhafter

3. Wüßt ich nicht: gott ist, blick Sehnt sich umsonst nach wah­

gott hat mich erschaffen; Was hätt' ich wider furcht und gram für waffen? Gleich steuer­losen schiffen in den seen, Würd ich vergehen.

rem glück, Umsonst nach trost im leide. Die lust zu edlen thaten flieht Vor ihm, der seinen gott nicht sieht; Nie fühlet sich sein herz erfreut Von wonne der un­sterblichkeit. Gott, unser gott! Wie jammervoll, wie fürchterlich Wird unser leben ohne dich!

2. Dann würd ich unter mir das thier beneiden, und mir vers siegte jeder quell der freuden; Und jedes Eden würde mir auf erden Zur wüste werden.

3. Wär ich nicht efend? wär ich nicht verloren? Ach besser wärs, ich wäre nie geboren, Als nichts in gräuelvollen finsternissen Von gott zu wiſſen.

2. Wenn du nicht bist, wer trägt und hält, Und wer regie­ret dann die welt? Wer sorgt auch für mein leben? Zu wem soll sich mein lobgejang, Daß ich einst ward, zu wem mein dank, Daß ich noch bin, erheben? Ver­hängniß oder ohngefähr Ist dann mein gott! und blind ist der; Vernunft und wahl find ihm ein

4. Die menschen hätten sinne, hätten seelen, Vit tausend ban­gen zweifeln sich zu quälen. Um­