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204. Die Binschgauer.
1. Die Binschgauer wollten wallfahrten geh'n,
Sie thäten gerne singen und kunnten's nit gar schön, Zschahil zschahe! zschaho! Die Binschgauer sind schon da. Jeßt schau fein, daß ein Jeder, Jeder, Jeder
Sei Ranzela ha.
2. Die Binschgauer zogen weit vom Heimathland,
Sie schauten viele Stadel und wurden rings bekannt.
Sschaht! zc.
1. S'gibt kein schöner Leben, Als Studentenleben, Wie es Bacchus und Gambrinus schuf;
205. Studentenleben.
In die Kneipen laufen Und sein Geld versaufen, Ist ein hoher, herrlicher Beruf. Ist das Moos entschwunden, Wird ein Bär gebunden, Immer geht's in dulci jubilo; Ist kein Geld in Bänken, Ist doch Pump in Schenken Für den kreuzfidelen Studio.
2. Auch von Lieb' umgeben
3. Die Binschgauer hatten lange Freud' und Noth, Bis hoch des Domes Zinne erglänzt im Abendroth.
Zschahi! 2c.
4. Die Binschgauer gängen um den Dom herum,
Die Fahnestang' is broche, jetzt gängen's mit dem Trum.
Ist's Studentenleben, Uns beschüget Venus Cypria. Mädchen, die da lieben Und das Küssen üben, Waren stets in schwerer Menge da. Aber die da schmachten, Und platonisch trachten! Ach, die liebe Unschuld thut nur so:
Denn so recht inwendig Brennt es ganz unbändig Für den kreuzfidelen Studio.
5. Die Binschgauer gängen in den Dom hinein,
Die Heil'gen thäten schlafe, sie funnten's nit afchrein. schabi! ic.
3. Will zum Contrahiren Einer mich touchiren, Gleichgefordertwirder augenblicks: „ Bist ein dummer Junge!" Und mit raschem Sprunge Auf Mensur geht's im Paukantenwichs. Schleppfuchs muß die Waffen Auf den Paukplaß schaffen, Quarten pfeifen, Terzen schwirren froh. Hat ein Schmiß geseffen, Ist der Tusch vergessen Von dem kreuzfidelen Studio.
4. Vater spricht: das Raufen Und das Kneipenlaufen Nutzt dir zum Eramen keinen Deut; Doch dabei vergißt er, Daß er ein Philister
Und daß jedes Ding hat seine Zeit. Traun! das hieße lästern, Schon nach sechs Semestern Ein Examen, nein, das geht nicht so! Möchte nie auf Erden Etwas anders werden,
Als ein kreuzfideler Studio.


