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Das Rütli : ein Liederbuch für Männergesang
Entstehung
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1. Ich bin ein Schweizerknabe,

202. Der Schweizerknabe.

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Ich hab' die Heimath lieb, Wo Gott in hohe Firnen Den Freiheitsbrief uns schrieb. Der Berge wunderbare Pracht, Die zieht mich an mit Zaubermacht. Ich bin ein Schweizerknabe Und hab' die Heimath lieb. Hali, hali, halio, halio.

2. Ich bin ein Schweizerknabe, Ich liebe Lust und Scherz. In's heit're Land der Alpen Da paßt kein finst'res Herz.

3. Ich bin ein Schweizerknabe, Bin allen Menschen gut. Es liegt die Herzensgüte Ja schon im Schweizerblut.

O hör' der Heerden Glockenklang,

In Thal und Höhen Jubelsang! 5.

Ich bin ein Schweizerknabe Und liebe Lust und Scherz. Hali, 2c.

1. Brüder, lagert euch im Kreise, Trinkt nach alter Väter Weise, Leert die Gläser, schwenkt die Hüte Auf der gold'nen Freiheit Wohl!

2. Flur, wo wir als Knaben spielten, Ahnung künft'ger Thaten fühlten, Süßer Traum der Kinderjahre, Kehr' noch einmal uns zurück!

4.

3. Mädchen, die mit keuschen Trieben Nur den braven Jüngling lieben, Nie der Tugend Reiz entstellen, Sei ein schäumend Glas gebracht!

4. Schweizer Jünglingen zu Ehren, Will auch ich den Becher leeren, Die für Ehr' und Freiheit fechten; Selbst ihr Fall sei heilig mir!

203. Brüder, lagert euch im Kreiſe.

5.

Wie wäre sonst in Berg und Thal Der Freude lauter Wiederhall? Ich bin ein Schweizerknabe Bin allen Menschen gut.

Hali, 2c.

Ich bin ein Schweizerknabe, Ich leide keine Schmach. Am Hochgefühl der Schweizer Schon manche Lanze brach. Wer feige weicht vom heil'gen Recht, Der ist schon von Natur ein Knecht. Ich bin ein Schweizerknabe, Ich leide keine Schmach. Hali, 2c.

Ich bin ein Schweizerknabe, Von Freiheitssinn durchglüht. Da lachet keine Freude, Wo keine Freiheit blüht.

Der Bund im Rütli ist der Stern Des Glücks im Lande nah und fern. Ich bin ein Schweizerknabe, Von Freiheitssinn durchglüht. Halt, 2c.

Männern, die das Herz uns rühren, Uns den Pfad der Weisheit führen, Deren Beispiel wir verehren, Sei ein dreifach Hoch gebracht!

6. Brüdern, die vor vielen Jahren Uns'res Bundes Glieder waren, Die der Bund stets ehrt und liebet, Sei ein schäumend Glas geweiht!

7. Brüdern, die befreit von Kummer, Ruhn denlangen Grabesschlummer, Weih'n wir, der Erinn'rung heilig, Diese frohe Libation!

8. Weil uns noch die Gläser blinken, Laßt sie nicht vergebens winken, Leert sie, Freunde, schwenkt die Hüte Auf der gold'nen Freiheit Wohl!