Druckschrift 
Das Rütli : ein Liederbuch für Männergesang
Entstehung
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188.

1. Freiheit, die ich meine, Die mein Herz erfüllt, Komm mit deinem Scheine, Süßes Engelsbild! Magst du nie dich zeigen Der bedrängten Welt, Führest deinen Reigen Nur am Sternenzelt.

2. Auch bei grünen Bäumen In dem lust'gen Wald, Unter Blühtenträumen Ist dein Aufenthalt! Ach! das ist ein Leben, Wenn es weht und klingt, Wenn dein stilles Weben Wonnig uns durchdringt.

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3. Wenn die Blätter rauschen Süßen Freundesgruß, Wenn wir Blicke tauschen, Liebeswort und Kuß; Aber immer weiter Nimmt das Herz den Lauf, Auf der Himmelsleiter Steigt die Sehnsucht auf.

4. Aus den stillen Kreisen Kommt mein Hirtenkind, Will der Welt beweisen, Was es denkt und nimmt. Blüht ihm doch ein Garten, Reift ihm doch ein Feld, Auch in jener harten Steinerbauten Welt.

1. In einem kühlen Grunde, Da geht ein Mühlenrad,

189.

499

Freiheitslied.

:,: Mein Liebchen ist verschwunden, Das dort gewohnet hat.:,:

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2. Sie hat mir Treu versprochen, Gab mir ein'n Ning dabei; :,: Sie hat die Treu gebrochen, Mein Ninglein sprang entzwei.:,: 3. Ich möcht' als Spielmann reisen Weit in die Welt hinaus,

5. Wo sich Gottes Flamme In ein Herz gesenkt, Das am alten Stamme Treu und liebend hängt; Wo sich Männer finden, Die für Ehr und Recht Muthig sich verbinden, Weilt ein frei Geschlecht.

6. Hinter dunkeln Wällen, Hinter eh'rnem Thor Kann das Herz noch schwellen, Zu dem Licht empor; Für die Kirchenhallen, Für der Väter Gruft, Für die Liebste fallen, Wenn die Freiheit ruft:

7. Das ist rechtes Glühen, Frisch und rosenroth, Heldenwangen blühen Schöner auf im Tod. Wollest auf uns lenken Gottes Lieb' und Lust, Wollest gern dich senken In die tapf're Brust.

Untreue.

8. Freiheit, die ich meine, Die mein Herz erfüllt, Komm mit deinem Scheine, Süßes Engelsbild; Freiheit, holdes Wesen, Gläubig, kühn und zart, Hast ja lang erlesen Dir die deutsche Art.

4.

:,: Und singen meine Weisen Und geh'n von Haus zu Haus.:,:. Ich möcht' als Reiter fliegen Wohl in die blut'ge Schlacht, :: Um stille Feuer liegen Im Feld bei dunkler Nacht.:,:

5. Hör' ich das Mühlrad gehen: Ich weiß nicht, was ich will- :,: Ich möcht' am liebsten sterben, Da wär's auf einmal still.