1. Wir hatten gebauet Ein stattliches Haus, :,: Und d'rin auf Gott vertrauet Trot Wetter, Sturm und Graus.:,:
3. Sie lugten, sie suchten
500
190. Ab!
2. Wir lebten so traulich,
So einig, so frei,
:,: DenSchlechten ward es graulich, Wir hielten gar zu treu.:,:
Nach Trug und Verrath, :,: Verläumdeten, verfluchten Die junge, grüne Saat.:,:
4. Was Gott in uns legte, Die Welt hat's veracht't, :: Die Einigkeit erregte Bei Guten selbst Verdacht.:,:
1. Vom hoh'n Olymp herab ward uns die Freude, Ward uns der Jugendtraum bescheert,
Drum traute Brüder, trotzt dem blassen Neide,
Der uns're Jugendfreuden stört. :: Feierlich schalle der Jubelgesang Schwärmender Brüder beim Becherklang.:,:
2. Versenkt in's Meer der jugendlichen Wonne, Genießt der Freuden hohe Zahl, Bis einst am Abend uns die liebe Conne
Nicht mehr entzückt mit ihrem Strahl.
1
:,: Feierlich 2c.:,:
3. So lang es Gott gefällt, ihr lieben Brüder,
Woll'n wir uns dieses Lebens freu'n,
5. Man schalt es Verbrechen, Man täuschte sich sehr; :,: Die Form kann man zerbrechen, Die Liebe nimmermehr.:,:
6.
191. Vom hoh'n
Die Form ist zerbrochen Von außen herein; :,: Doch, was man d'rin gerochen, Ist eitel Dunst und Schein.:,:
7. Das Band ist zerschnitten, War schwarz, roth und gold, :,: Und Gott hat es gelitten, Wer weiß, was er gewollt.:,:
8. Das Haus mag zerfallen Was hat's denn für Noth? :,: Der Geist lebt in uns Allen, Und uns're Burg ist Gott.:,:
Olymp 2c.
Und wenn dereinst der Vorhang fällt hernieder, Vergnügt uns zu den Vätern reih'n. :,: Feierlich 2c.:,:
4. Herr Bruder, trink's auf's Wohlsein deiner Schönen, Die deiner Jugend Traum belebt; Laß ihr zu Ehr'n ein flottes Hoch ertönen,
Das ihr durch jede Nerve bebt! :,: Feierlich 2c.:,:
5. Ist einer uns'rer Brüder einst geschieden,
Vom blassen Tod gefordert ab: Dann weinen wir, und wünschen Nuh' und Frieden In uns'res Freundes stilles Grab; :,: Wir weinen und wünschen Nuh' hinab
In uns'res Freundes stilles Grab.:,:


