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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete
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Adventslieder.

ernähren; was Menschen nur be­gehren, das steht in seiner Macht.

7. Frisch auf, ihr Hochbetrüb­ten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein.

8. So lauft mit schnellen Schrit­ten, den König zu besehn, dieweil er kommt geritten start, herrlich, fanft und schön; nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann.

9. Der König will bedenken die, welch er herzlich liebt, mit töstlichen Geschenken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort.

2. Er kommt zu uns geritten auf einem Efelein und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen thut.

3. Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt, im ho= hen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht.

4. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn ver= achtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt.

5. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlge= mut, laßt eure Lieder klingen und thut dem König fingen, der ist eur höchstes Gut.

10. Nun, Herr, du giebst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unver­gleichlich, du jagst den Sündern nach; drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, ein Hosianna singen und ewig dankbar sein.

Johann Rist g. 1607 1667.

25.

Mel. Aus meines Herzens Grunde. un jauchzet all, ihr Frommen, in dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr

Mel. Von Gott will ich nicht lassen.

der Herrlichkeit; zwar ohne stolze Mit Ernst, o Menschenkinder, Pracht, doch mächtig, zu ver­heeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und macht.

6. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eur Klag und Weinen verwandeln ganz in Freud. Er ist, der helfen kann; halt eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn.

Mich. Schirmer g. 1606 1673.

26.12

das Herz in euch bestellt, damit das Heil der Sünder, der große Wunderheld, den Gott aus