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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete
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Adventslieder.

13

Gnad allein der Welt zum Licht| mir Gottes Zorn und Grimm also und Leben gesendet und gegeben, bei euch auch kehre ein.

tief ins Herze schläget, daß sich all mein Blut beweget!

2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle Bahnen recht, die Thal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was trumm ist, gleich und schlecht!

3. Ein Herz, das Demut übet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut liebet, mit Angst zu grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht be­reiten, zu dem kommt Jesus Christ.

4. Ach mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Beuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein.

Nach Val. Thilo d. Jüng. g. 1c07+ 1662.

27.

Mel. Freu dich sehr, o meine Seele.

Wa arum willst du draußen stehen*),

du Gesegneter des Herrn? Laß dir, bei mir einzugehen, wohl ge= fallen, du mein Stern! Du mein Jesu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, hilf, o Heiland, mei­nem Herzen von den Wunden, die mir schmerzen!) 1. Mos. 24, 31.

2. Meine Wunden sind der Jammer, welchen oftmals Tag und Nacht des Gesetzes starker Hammer mir mit seinem Schrecken macht. O der schweren Donnerstimm, die

3. Dazu kommt des Teufels Lügen, der mir alle Gnad abjagt, als müßt ich nun ewig liegen in der Hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, so zermartert und zerfrißt mich mein eigenes Gewissen mit vergiften Schlangen­bisfen.

4. Will ich denn mein Elend lindern und erleichtern meine Pein bei der Welt und ihren Kindern, fall ich vollends tief hinein: da ist Troft, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen.

5. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär; hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? hab ich Luft, was ist sie wert? was ists, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gerenet?

6. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, da man sich recht fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht, laß mich, Herr, an dir erquicken, Jeju, komm, lağ dich erblicken!

7. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo zeucht er bei dir ein; sein Gang ist zu dir gefehret, heiß ihn nur willkommen sein und be= reite dich ihm zu, gieb dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, flag ihm, was dich drück und quäle. Gau

OD