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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete
Entstehung
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Sonntagslieder.

thron uns machen.

3. Gehet ein zu seinen Pforten, wir Schwachen zu dem Gnaden­geht durch seines Vorhofs Gang, lobet ihn mit schönen Worten, faget ihm Lob, Preis und Dank! Denn der Herr ist jederzeit voller Gnad und Freundlichkeit.

4. Gott des Himmels und der Erde, Vater, Sohn und heilger Geist, daß dein Ruhm bei uns groß werde, Beistand selbst und Hülf uns leist! Gieb uns Kräfte und Begier, dich zu preisen für und für!

V. 1-3 Joh. Frand g. 1618 1677. V. 4 Zusaß von 1712.

5.

Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ich will, o Vater, allezeit er

heben deine Gütigkeit, daß du von so viel Jahren mich haft be= hütet wunderbar, wie ichs mein Lebtag immerdar, auch diese Woch erfahren. Singet, bringet Gott dem Herren nah und ferren Dank und Ehre, jedermann sein Lob vermehre!

2. Du führst durch deinen Gna­denschein aus aller Trübsal, Not und Bein den, der zu dir nur schreiet. Durch Christum giebst du deinen Geist, der uns den Weg zur Buße weist und innerlich er­freuet. Laß mich, bitt ich, deine Güte im Gemüte fort empfinden, ohn Anfechtung meiner Sünden.

3

3. Herr, siehe du doch ja nicht an das, was ich wider dich gethan in nächstverwichnen Tagen. Nimm zur Versöhnung Christi Blut, der uns gelitten hat zu gut und völlig abgetragen, was sich täglich noch für Sünden in uns finden; drum

4. Mein'n Leib, mein Seel und all das mein, laß dir, o Herr, be­fohlen sein, ich will mich dir er= geben. Wend ab Not, Angst und Herzeleid, du Vater der Barmher­zigkeit, in meinem ganzen Leben, daß ich fröhlich deinen Willen mög erfüllen, stets dich lieben, auch die Lieb am nächsten üben.

5. Gieb, daß mir deiner Ruhe Tag mein innre Ruh befördern mag durch deines Wortes Stärke; daß mir dasselb ins Herze dring und hundertfältig Früchte bring, des Glaubens rechte Werke. Von dir laß mir Brünnlein fließen, sich ergießen, daß ich bleibe stets ein Glied an deinem Leibe.

6. Verleihe, daß in dieser Welt mein Hoffnung sei auf dich gestellt und ich dir ganz vertraue, daß ich die wahre Ruh und Freud erlange dort ohn einig Leid, wenn ich Gott immer schaue. Durch dich werd ich große Gaben ewig haben bei dir oben; deinen Namen will ich loben.

Hannov. Gib. 1657.

6.

Eigene Melodie.

Liebster Jesu, wir sind hier, dich

und dein Wort anzuhören, lente Sinne und Begier auf die süßen Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden.

2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis verhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes