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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete
Entstehung
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Sonntagslieder.

denken, thun und dichten mußt du selbst in uns verrichten.

3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren! Unser Bitten, Flehn und Eingen laß, Herr Jesu, wohl gelingen!

Tobias Clausnizer g. 1618+ 1681.

7.

Mel. Erschienen ist der herrlich Tag.

Gott Lob, der Sonntag kommt

herbei, die Woche wird nun wieder neu; heut hat mein Gott das Licht gemacht, mein Heil hat mir das Leben bracht. Halleluja!

2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstan­den ist und schenkt mir die Ge= rechtigkeit, Troft, Leben, Heil und Seligteit. Halleluja!

3. Das ist der rechte Sonnen­tag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Chrift heißt Gottes Kind. Halleluja!

4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Him­melsehrenpfort, laß mich hier leben heiliglich und dir lobsingen ewig­lich! Halleluja!

Joh. Olearius g. 1611+ 1684.

8.

Mel. Gott des Himmels und der Erden.

Großer Gott von alten Zeiten,

dessen Hand die Welt regiert, dessen Treu auf allen Seiten mich von Jugend auf geführt, heute weckt des Tages Lauf mich zu lauter Andacht auf.

2. Ach wie lieb ich diese Stun­den, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost ver= bunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist.

3. Habe Dank für diesen Mor= gen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sor­gen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet und singt, daß es durch die Wolken dringt.

4. Was ist schöner als Gott die­nen, was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht.

5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigen­tum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn.

Kaspar Neumann g. 1648 1715.

9.

Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten.

Mel. 2.

Wie selig ist der Ort zu nen­

nen, wo Gottes Wort im Schwange geht, wo Licht und Recht ganz helle brennen, und Zion niemals wüste steht, da man im Schmuck der Heiligkeit dem Herren opfert allezeit!

2. Weh aber, wo die Lebens­worte so rar und teuer worden sind, daß man an solchem wüsten Orte von Gott nur dunkle Spuren findt! Wie billig wird der Ort