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Gesangbuch für die evangelisch-christliche Kirche in Nassau
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Besondere Zeiten und Verhältnisse.

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dein Saitenspiel hervor, o Deutsch- fahren, und flehn aus tiefster Seele land, und sing Lieder im hohen vollen Chor! Erhebe dein Gemüthe zu deinem Gott und sprich: Herr, Deine Gnad und Güte bleibt den­noch ewiglich.

Grund, Du wollest uns bewahren, Herr aller Herrn, dem keiner gleich, den Kaiser und das deutsche Reich zu Deines Namens Ehre.

2. Sei tausendmal willkommen, du theure, werthe Friedensgab! Jest sehn wir, was für Frommen dein bei uns Wohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und fränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand.

3. Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, laß auf des Raisers Wegen Dein huldvoll heilig Angesicht ihm leuchten uns zum Segen und salbe ihn mit Deinem Geist, daß er sich kräftiglich erweist zu Deines Na­mens Ehre.

4. Ach, komm, wie zu der Bäter Zeit ein Feuer anzuzünden, daß wir im Frieden und im Streit fest auf Dein Wort uns gründen, ein frommes Volt, das Dir vertraut und Dir zum Tempel sich erbaut

3. Ach, laß dich doch erwecken, wach auf, wach auf, du harte Welt, zu Deines Namens Ehre. eh als das letzte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt! Wer

aber Christum liebet, sei uner- Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. schrocnen Muths, der Friede, den 150b. Vater, tröne Du mit

er giebet, bedeutet alles Guts. Er

will die Lehre geben: das Ende Segen unsern König und sein Haus, naht herzu, da sollt ihr bei Gott führ durch ihn auf Deinen Wegen leben in Fried und ewger Ruh. herrlich Deinen Rathschluß aus. Deiner Kirche sei er Schuß, Dei­nen Feinden biet er Truh. Sei Du dem Gesalbten gnädig, segne, segne unsern König.

Paul Gerhardt, 1607-1676.

Am Geburtstage des Kaisers

oder des Landesherrn. Mel. Allein Gott in der Höh zc.

2. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, reich ihm Deines Geistes Schwert, daß Gerechtigkeit und Milde ihm des Friedens Heil ge­

150ª. Ein Haupt hast Du währt. Mach ihm leicht die schwere dem Volk gesandt und trotz der Last, die Du auferlegt ihm haft. Feinde Toben in Gnaden unser Sei in Jesu Du ihm gnädig, Vaterland geeint und hoch erhoben. schüße, segne unsern König.

3. Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rath und frommem Flehn fest in Deiner Streiter Reihen 2. Wir danken Dir mit Herz für des Landes Wohlfahrt stehn. und Mund, Du Retter aus Ge- Baue um den Königsthron eine

Mit Frieden hast Du uns bedacht, den Kaiser uns bestellt zur Wacht zu Deines Namens Ehre.

Julius Sturm, geb. 1816.