Besondere Zeiten und Verhältniſſe.
VI. Besondere Beiten und Verhältniſse.
Morgen und Abend.
Eigene Melodie,
6. Laß mich mit Freuden ohn
142. Die güldne Sonne voll alles Neiden sehen den Segen, den Freud und Wonne bringt unsern Du wirst legen in meines Bruders Grenzen mit ihrem Glänzen ein Hand, Güter und Haus. Geiziges herzerquidkendes, liebliches Licht. Brennen, unchristliches Rennen nach Mein Haupt und Glieder, die Gut mit Sünde, das tilge ge= lagen darnieder, aber nun steh ich, schwinde von meinem Herzen und bin munter und fröhlich, schaue wirf es hinaus. den Himmel mit meinem Gesicht.
7. Menschliches Wesen, was 2. Mein Auge schauet, was Gott ist's gewesen? In einer Stunde gebauet zu seinen Ehren und uns geht es zu Grunde, sobald die zu lehren, wie sein Vermögen sei Lüfte des Todes drein wehn. Alles mächtig und groß, und wo die in allen muß brechen und fallen, Frommen dann sollen hintommen, Himmel und Erden, die müssen wenn sie mit Frieden von hinnen das werden, was sie gewesen vor geschieden aus dieser Erden ver- ihrem Bestehn. gänglichem Schooß.
was fie gewefen
8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanten, seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödtlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund.
9. Gott, meine Krone, vergieb und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden von Deinen Augen sein ferne gewandt. Sonst, Herr, regiere, mich lenke und führe, wie Dir's gefället, ich habe gestellet alles in Deine Beliebung und Hand. 10. Willst Du mir geben, wo= 5. Ich hab erhoben zu Dir mit mein Leben ich kann ernähren hoch droben all meine Sinnen, laß so laß mich hören allzeit im Hermein Beginnen ohn allen Anstoß zen dies heilige Wort: Gott ist und glücklich ergehn. Laster und das Größte, das Schönste und Schande, des Seelenfeinds Bande, Beste, Gott ist das Süßste und
3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles sei Gott zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Gemüther; Lieder der Frommen, von Herzen gekommen, sind Weihrauch, der ihn am meisten ergötzt.
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4. Abend und Morgen sind seine Sorgen. Segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen, wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein.
Fallen und Tüde treib ferne zu= rücke, laß mich auf Deinen Geboten beftehn.


