Christliches Leben.
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und Noth gewesen? So lang ich ich's fast müde bin. Je länger denken kann, hab ich so manchen ich hier walle, je wenger find ich Morgen, so manche liebe Nacht Freud, die meinem Geist gefalle, mit Kummer und mit Sorgen des das meist ist Herzeleid. Herzens zugebracht.
3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Bliz, Donner, Wind und Regen hat mir oft Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ich's gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld.
9. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn Dein Herz will. Komm, mach ein selig Ende mit meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch Deinen Arm und Kraft.
4. So ging's den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenn's fehlt an gutem Rath; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schooß.
5. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben? hier gilt es Müh und Streit. Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohlgerungen, geht nicht zur Freude ein.
6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt; ich wandre meine Straße, die zu der Heimath führt, da mich ohn alle Maße mein Vater trösten wird.
10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein 3iel ausgemessen, alsdann tret ich hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so legt man mich in's Grab.
8. Dorthin steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin, die Welt bin ich durchgangen, daß
Anhang.
11. Du aber, meine Freude, Du meines Lebens Licht, Du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor Dein Angesicht, in's Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne mit andern leuchten soll.
12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen Du ausgeschmücket hast. Da will ich herrlich singen von Deinem großen Thun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbtheil ruhn.
Paul Gerhardt, 1607-1676.
7. Mein Heimath ist dort oben, da aller Engel Schaar den großen
mel. Herzlich thut mich verlangen.
Herrscher loben, der alles ganz und 133. Ich habe Lust zu scheigar in seinen Händen träget und den, mein Sinn geht aus der für und für erhält und alles Welt; ich sehne mich mit Freuden hebt und leget, nachdem's ihm nach Zions Friedens- Zelt. Weil wohlgefällt. aber uns die Stunde zum Abschied feiner nennt, so hört aus meinem Munde mein letztes Testament!
2. Gott Vater, meine Seele
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