Chriftliches Leben.
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bei Dir leben in Himmelswonn und Freud.
? Anna, Gräfin von Stolberg, um 1600.
End. Unsre Thränen sind das Brod, so wir essen früh und spät. Wenn die Sonn aufhört zu scheinen, hört doch nicht auf Klag und Weinen.
Eigene Melodie.
6. Drum, Herr Christ, Du Morgensterne, der Du ewiglich auf
131. Freu dich sehr, o meine gehst, sei Du jetzt von mir nicht Seele, und vergiß all Noth und ferne, weil Dein Blut mich hat Qual, weil dich Christus nun, dein erlöst. Hilf, daß ich mit Fried Herre, ruft aus diesem Jammerthal. Aus der Trübsal, Angst und Leid sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr je hat gehöret, die in Ewigkeit auch währet.
und Freud mög von hinnen fahren heut; ach, sei Du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse!
7. Ob mir schon die Augen 2. Tag und Nacht hab ich ge- brechen, und mir das Gehör ver= rufen zu dem Herren, meinem schwind't, meine Zung nicht mehr Gott, weil mich stets viel Kreuz fann sprechen, mein Verstand sich betroffen, daß er mir hülf aus nicht besinnt: bist Du doch mein der Noth. Wie sich sehnt ein Licht und Hort, Leben, Weg und Wandersmann nach dem Ende Himmelspfort. Du wirst mich in seiner Bahn, so hab ich gewünscht, Gnad regieren, mich die Bahn zum mein Leben hin in Gottes Händ Himmel führen. zu geben.
8. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Noth und
3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter Dornenspißen gar, Qual, weil dich Christus nun, also auch die Christen gehen durch dein Herre, ruft aus diesem viel Angst, Noth und Gefahr. Wie Jammerthal. Seine Frend und die Meereswellen sind und der un- Herrlichkeit sollst du sehn in Ewiggestüme Wind: also ist allhier auf feit, mit den Engeln jubiliren, ohn Erden unsre Wallfahrt voll Be- Aufhören triumphiren. schwerden.
Verf. unbekannt, um 1680.
4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele,
Mel. Herzlich thut mich verlangen. 132. Ich bin ein Gast auf
lassen uns bei keinem Muth; wir sind voller Angst und Plag, reich Erden und hab hier keinen Stand; an Kreuz sind unsre Tag. Gleich, der Himmel soll mir werden, da wann wir geboren werden, find't ist mein Vaterland. Hier wall sich Jammer gnug auf Erden. ich bis zum Grabe, dort in der
5. Wenn die Morgenröth aufgehet, und der Schlaf sich von uns wend't, Sorg und Kummer uns 2. Was ist mein ganzes Wesen umfähet, Müh sich find't an allen von meiner Jugend an denn Müh
ewgen Ruh ist Gottes Gnadengabe, die schließt all Arbeit zu.


