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Christliches Leben.
Eigene Melodie.
127. Was mein Gott will,
gescheh allzeit, sein Will, der ist 2. Was helfen uns die schweder beste; zu helfen dem er ist be- ren Sorgen? was hilft uns unser reit, der an ihn glaubet feste; er weh und Ach? was hilft es, daß hilft aus Noth, der fromme Gott, wir alle Morgen beseufzen unser und züchtiget mit Maßen. Gott vertraut, fest auf ihn baut, den will er nicht verlassen.
Wer Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.
Traurigkeit. Wer Gott, dem Aller= Sand gebaut. höchsten, traut, der hat auf keinen
2. Gott ist mein Trost, mein 3. Man halte nur ein wenig Zuversicht, mein Hoffnung und mein stille und sei doch in sich selbſt Leben; was mein Gott will, daß vergnügt, wie unfres Gottes Gua mir geschieht, will ich nicht wider- den- Wille, wie sein Allwiffenheit es streben. Sein Wort ist wahr, denn fügt. Gott, der uns ihm hat aus all mein Haar er selber hat ge- erwählt, der weiß auch sehr wohl, zählet; er schützt und wacht und was uns fehlt. hat wohl Acht, auf daß uns ja nichts fehlet.
4. Er fennt die rechten Freuden Stunden, er weiß wohl, wann es nüßlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket feine
3. Drum, muß ich Sünder von der Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott, wann's Heuchelei, so kommt Gott, eh wir's ihm gefällt, will ich ihm halten uns versehn, und lässet uns viel stille. Mein arme Seel ich Gott Guts geschehn. befehl in meiner letzten Stunden. O frommer Gott! Sünd, Höll und
Tod hast Du mir überwunden.
4. Noch eins, Herr, will ich bitten Dich, Du wirst mir's nicht versagen; wenn mich der böse Geist anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen. Hilf, fleur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren Dei nem Namen. Wer das begehrt, dem wird's gewährt, drauf sprech
ich fröhlich: Amen.
Albrecht, Markgraf zu Brandenburg,
1522-1557.
5. Dent nicht in deiner Drangfals- Hike, daß du von Gott ver= lassen seist, und daß ihm der im Schooße size, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel.
6. Es sind ja Gott geringe Sachen, und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen arm und klein zu machen, den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann.
Eigene Melodie.
7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur ge= treu und trau des Himmels reichem
128. Wer nur den lieben Segen, so wird er bei dir werden Gott läßt walten und hoffet auf neu; denn welcher seine Zuversicht ihn allezeit, den wird er wunder- auf Gott sett, den verläßt er nicht. bar erhalten in aller Noth und Georg Neumart, 1621-1681.


