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Gesangbuch für die evangelisch-christliche Kirche in Nassau
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Christliches Leben.

sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen.

5. Satan, Welt und ihre Rotten fönnen mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß fie lachen, Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen.

6. Unverzagt und ohne Grauen foll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Muth den­noch gut und fein stille bleiben.

7. Kann uns doch der Tod nicht tödten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöthen, schließt das Thor der bittern Lei­den und macht Bahn, daß man kann gehn zu Himmelsfreuden.

8. Allda will in süßen Schäßen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergößen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu ver­schwinden.

9. Was sind dieses Lebens Güter? eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben.

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11. Du bist mein, weil ich Dich faffe und Dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da Du mich und ich Dich ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, 1607-1676.

Eigene Melodie.

126, Was Gott thut, das ist wohlgethan, es bleibt gerecht ſein Wille; wie er fängt meine Sachen an, will ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten; drum laß ich ihn nur walten.

2. Was Gott thut, das ist wohl= gethan, er wird mich nicht be­trügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnügen an seiner Huld und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen.

trauen.

4. Was Gott thut, das ist wohl­gethan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen fann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er

es meinet.

5. Was Gott thut, das ist wohl=

10. Herr, mein Hirt, Brunn gethan; muß ich den Kelch gleich aller Freuden, Du bist mein, ich schmecken, der bitter ist nach meinem bin Dein, niemand kann uns schei- Wahn, laß ich mich doch nicht den. Ich bin Dein, weil Du schrecken; weil doch zuletzt ich werd Dein Leben und Dein Blut mir ergötzt mit süßem Trost im Herzen; zu gut in den Tod gegeben;

da weichen alle Schmerzen.

3. Was Gott thut, das ist wohl=

gethan, er wird mich wohl bedenken; er als mein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Gnade

6. Was Gott thut, das ist wohl­

gethan, dabei will ich verbleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, ſo wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten.

Sam. Rodigast, 1649-1708.