Erst. Th. l. Vom Worte GOttes.
XI.
nach der Melodie des 7. Lieds.
Der du das Daseyn mir gegeben, wie preis
ich dich, o GOtt, dafür! Nie kann mein Dank dich gnug erheben; durch Chriſtum schenktest du es mir. Kein Licht, kein Trost er. freute mich, kennt' ich nicht, JEsu Christe, dich.
2. Auf ungewissen finstern Pfaden würd ich ein Raub des Irrthums seyn: Mit Sündenschuld und Fluch beladen, müßt' ich des Rich ters Rache scheu'n: Ich fände keinen Trost in Noth: Mich schreckte stündlich Grab und Tod. 3. Wozu hat mich mein GOtt erschaffen? was ist auf Erden meine Pflicht? wird auch mein Geist im Tod entschlafen? und, hålt GOtt künftig ein Gericht, wie werd ich im Gericht bestehn? wie der verdienten Straf entgebn?
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( II.)
4. Entscheidet die Vernunft die Fragen durch ihrer Einsicht schwaches Licht? Hebt sie die 3weifel, die mich plagen? und bleibt der Trost, den sie verspricht? Ach! ohne ChristiLicht und Heil war Finsterniß und Tod mein Theil!
5. Ja, du hast mich den Finsternissen des Irrthums, und der Sünde Macht durch deine Lehre, HErr, entrissen; ihr Licht zerstreut
des


