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Weimarisches Gesangbuch : nebst einigen Gebeten zur öffentlichen und häuslichen Andacht / [[mit] Vorrede von J. G. Herder]
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und seiner Regierung.

Mensch, Ginnen,

Wer machte Kräuter, Baum' was überall kein und Thier, und hieß sie dei kein Rath, kein nen Willen und Herzens- ihm hat erfinden können. Luft erfüllen?

7. Heb auf dein Haupt, schan überall, hie unten und dort oben, wie Gottes Sorg' auf jeden Fall für dich sich hab erhoben. Dein Brod, dein Waffer und dein Kleid, war eher noch als du bereit; die Milch, die du erst nahmeft, , war auch schon, da du kamest.

8. Die Windeln, die dich allgemach umfingen in der Wiegen, dein Betttlein, Kam: mer, Stub und Dach, und wo du foltest liegen, das war ja alles zugericht, eh als dein Aug und Angesicht eröffnet ward und sahe, was in der Welt geschahe.

9. Noch dennoch soll dein Angesicht dein ganzes Leben führen, du traust und glau­best weiter nicht, als was dein Augen spühren, was du beginnst, das soll allein dein Kopf, dein Licht und Meister seyn: was er nicht auserkohren, das hältst du als verlohren.

13

11.Wie oft bist du in große Noth durch eignen Willen kommen, da dein verblendter Sinn den Tod fürs Zeben an­genommen: und hätte Gort dein Werk und That ergehen. laffen nach dem Rath, in dem du's angefangen, du wärst zu Grunde gangen.

12. Der aber, der uns ewig liebt, macht gut, was wir verwirren, erfreut, wo wir uns selbst betrübt und führt uns, wo wir irren; und dars zu treibt ihn sein Gemüth, und die so reine Vater- Güt, in der uns arme Sünder er trägt, als seine Kinder.

13. Ach wie so oftmals schweigt er still, und thut doch was uns niket; da unterdessen unser Will und Herz in Aengsten figet, fucht hie und da, und findet nichts, will sehn, und mangelt doch des Lichts, will aus der Angst sich winden, und kann den Weg nicht finden.

10. Nun siehe doch, wie viel und oft ist schädlich um geschlagen, was du gewiß und fest gehofft, mit Händen zu erjagen! hingegen wie so manchesmal ist doch geschehnl schein, so kann alsdann der

14. Gott aber geht gerade fort auf seinen weisen We­gen, er geht und bringt uns an den Port, da Wind und Sturm sich legen; hernach­mals wann das Werk ge­

Mensch