Der 14te Julius.
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mein Erldser? wer bin ich, daß ich vorhanden bin, und noch immer die Wahl behalte zwischen Hims mel und Hölle, ob ich mich gleich dieses Wahls rechts schon längst verlustig gemacht hätte! Wie viele Wohlthaten von dir in meinen verfloßnen Les bensjahren! Und sie alle sind erst wie die Dämmes rung des Tages beim Hahnengeschrei. Der Mors gen deiner Güte bricht erst mit meinem Tode an, und in der Ewigkeit steiget sie wie die Sonne, ohne jemals den Mittag zu erreichen. Dort, wo dein Lob meine Nahrung, meine Beschäftigung und Lust seyn wird: o! was kann ich hier edlers lernen, als durch stamlenden Dank mich dazu vorzuberei ten. So will ich denn den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hie bin. Und wann ich nun ein chlafe: fo fen jeder Pulsschlag ein Loblied auf dich, mein Herr und mein Gott,
Der 14te Julius.
Ein Mensch, der sein Gefühl tief in sich selbst verschließt,
Genießt nur halb, was er genießt.
as vervielfältigte Leben des Menschen ist eben so viel, als ob er an Jahren älter würs de. Es wird aber auf einer doppelten Art vers vielfältiget. Der Mensch kann geschwinder leben, indem er seine Handlungen beschleuniget, oder vers boppelt. Zu viele Nahrungsmittel, Vergnügen, Are
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