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Unterhaltungen mit Gott in den Morgenstunden auf jeden Tag des Jahres. 2
Entstehung
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Der 13te Julius.

lieren, und bliebe dennoch ein Mensch. Aber freis lich machen die Sünder ihre Rechnung gleich Bans ferottirern; fummiren nur, was ihnen fehlt: aber was e heimlich besitzen, schlagen sie unter, oder erklären es für eingebrachtes Vermögen.

Danf ist die gründlichste Weisheit eines Menschen. Mir fehlen Schiffe, Uecker, fünfzig Jahre, eine feine Haut, lobsprüche der Menschen: das können auch Kinder und Thoren einfodern: aber nachgedacht, wie viel unverdientes Gut besikest du allbereits! wie manches könntest du nicht noch ents behren!- Das erfodert mehr Verstand, als Moden nachzuahmen, und einige Handwerksges brauche der vornehmen Welt zu verstehen. Einem Helden, Weisen oder andern verdienten Menschen schimpflich zu begegnen, nennet wir grob und vers wegen: aber, von Wohlthaten umringt, dem himmlischen Vater entgegen zu murren, das nennet die grosse Welt brav. Wie? bigott wäre es, für Daseyn und Wohlstand zu danken? Und vom Himmel mehr zu erwarten als von der Erde, das hiesse Pieristeret? Hört ihr denn nicht die tausend Stimmen, welche allen halben zum Lobe Gottes ermahnen? Ja! ich höre diese Ermahnungen, reisse mich los von dem Schwarme undanfbarer Koft: gånger und Kinder, und rede die Sprache der Res ligion:

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Sob, mir jezt noch unaussprechliches Sob, ers füllet meine Seele. Vater in Christo( mit dies sem Namen eröfnet sich mir eine neue Aussicht in deine Wohlthaten.) Mein Vater! mein Gott, mein