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Unterhaltungen mit Gott in den Morgenstunden auf jeden Tag des Jahres. 2
Entstehung
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Der ste Julius.

Ich mag nicht allein satt seyn und jauchzen, wo andere winseln. Gib uns allen demnach: wie wollen uns brüderlich theilen; denn der Ueberfluß gehört dem Urmen zu. Zeut erhalt uns noch, Vater! morgen bedürfen wir entweder der Erds fost nicht mehr, oder wir bitten aufs neue darum, Und was waren die reichste Tafeln, wenn Sünde und Tod darauf stünden! Dergib ims also um Chelsti willen unsre Schulden: Verstand und Herz machen sie bei dir und dem Nächsten um die Wette: Vergib wie wir vergeben unsern Schuldigern! Du bist nicht zu groß zum Berges ben, und unser Find nicht zu klein dazu; denn er ist mit der Richter unsrer Seltgkeit. Aber welch ein Abstand von Gott zu mir! von meinen Kastern zu den Fehltritten meines Nächsten! Das find Gebürge gegen Sonnenstäubchen! Und dens noch willst du so richten wie wir? O Bater! reiz uns damit zur Nachahmung. Und damit wir künftig nicht wieder Schulden machen, so führ uns nicht in Versuchung! Ach! Himmel und Hölle wägen unsre Tugenden, und wir sind schwach wie Petrus. Hilf uns demnach! verzáum uns den Weg zur Sünde! verbirg uns ihre Reize! fobre nicht zu viel von uns: wir möchten dirs leider verfagen! sondern erlöse uns, zwar nicht heure; erlöse uns zu deiner Zeit von dem Ulebel! Wir wollen weder fühllos noch verzártelt seyn: aber nur Sünde ist wahres Uebel, und nur ein seliger Tod Erldsung davon.

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Bater! unsre Gedanken schwingen sich wieder gen Himmel, und wagen unsern fünftigen himmlis schen Lobgesang; Heilig bist du, denn dein ist das Reich.

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