Anhang.
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Auch als Morgenlied zu brauchen.
Mel. Werde munter mein 16.
lebst, und ich soll leben. Du wirf 1168. Wenn ich einst von
mir, dein wort
jenem
Der freuden fülle geben. Dein jünger kömmt nicht ins gericht; Denn du bist seine zuversicht.
2. Hier geh ich oftmals wei nend hin, Den faamen auszu freuen. Dort wird der herrlich fe gewinn Der ernte mich ers freuen. Auch tief in noth, verzag' ich nicht! Denn du bist meine guversicht.
Mel.Here, deine allwacht reicht ic.
1167. Herr, du bist meine
zuversicht. Du
mer, Welcher tod heißt, aufers fteh; Frey von dieses lebens kums mer, Nun den schönern morgen seh; O dann mach ich anders auf! Schon am siel ist dann mein lauf. Eraume sind des pilgers forgen, Großer tag! an deinent morgen.
3. Hier trag' ich deine fanfte laft, Und fühle meine würde. Die eitle welt, die sie nicht faßt, Höhnt sie für schmach und bürs de.
2. Hilf, daß feiner meiner tas ge, Geber der unsterblichkeit, Im gericht mich eins verilage: Er sen ganz von mir entweiht. Auch noch heute wacht ich auf! Dank sey dir! zu dir hinauf Führ mich
Sie höhne nur: das irrt ieder meiner tage, Jede freude, mich nicht; Denn fest steht meisiede plage. ne juversicht.
3. Gern müff ich sie vor mir 4. Se darf ich auch den tod sehen, wenn ihr legter nun ers nicht scheun. Mein geift kann ia scheint; Ich ins todesthal foll nicht sterben. Er eilt, bey dir da gehen, und mein freund schon heim in seyn; Eilt, dort mit dir um mich weint. Lindre dann des zu erben. Dieß, wenn das matte todes pein;£ aß mein end' ihm bers nun bricht, Ist meine frohelehrreich seyn, Daß ich ihn zum suversicht. himmel weise, Und dich, Herr des todes, preise.
4. Berfällt schon diefer leib in ftaub; Du kommst, ihn herzustels len; Und ibn, nur hier des todes raub, Wird dort kein tod mehr
Vom Weltgerichte.
1169.Der
fällen. Dieß ist im finstern thal Mel. O emigkeit, du donnerw. ze. mein licht; Dieß startet meine er einft zum wohns zuversicht. plag dich ertieft, Dein retter, dein versöhner, is Dein richter auch, o erde. Ver. deckt ist seiner zukunft seit; Ge wiß, daß er in herrlichkeit Eins pleßlich kommen werde. Vers nimms, o erd', und besre dich. Der tag des schreckens nahet sich
2. Warum versieht, so fragt der spott, Mit seinem weltgericht noch gott? Hört, fünder, hörts mit beben! Euch, die ihr frech ihm widerstrebt, und in der boss beit sicher lebt, Zur befrung frif u geben. Doch bald is
cu ce
6. Wenn erd' und himmel einst vergehn; Auch dann darf ich nicht beben. Nie, Herr, kann dieß dein wort vergehn: Ich lebe und ihr follt leben. Nicht tod, nicht grab, nicht weltgericht Entreißt mir diese zuversicht.
7. In diesem glauben stärke mich. Las mich den troft empfins den; Den großeu troft, daß ich durch dich Den tod soll überwinden. Tod und verwesung schreckt mich nicht; Denn du bleibst meine suversicht.


