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Anhang [zu einem Ev. Gesangbuch]
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Anhang.

gebens Meinen geift der tren- tem lauf Den geift in seine hände. nung sömers. Er sinkt nicht in Auch weckt er meinen leiß einft finsternis; Denn wahrhaftig und auf, Daß er mich gans vollende. gewiß Ist das wort des treuen Ich bin getroft und unverzagt. seugen. Hier muß ieder zweifel Er hats den seinen zugesagt: Ich schweigen. leb', und ihr folt leben.

5. Nun, wenn ich von hier soll 3. Wird gleich mein leib des scheiden, Sagt mein hers nicht todes raud: Er wird doch wieder mehr in mir. Dort sind unbefleckte leben; Wird einft aus der verwes freuden; Aber müh und sünden sung staub Sich neugebildt erhes hier. Kein auch noch so frühes ben, Wenn du, o großer Lebenss grab Kürzet je mein leben ab. fürft, Nun deinen todten rufen Es soll nur, los von beschwerden, wirst: Erwacht nach meinem bilde! Beitiger veredelt werden.

* 6. Selig, frey von sünd' und mangeln, Ja! von nun an selig ist, Brüderlich begrüßt von engeln Der im heren entschlafne chrift. Was fein glaube je gethan, Jedes gate werk folgt dann Geiner feele von der erden Hin vor gott, sein lohn zu werden.

4. Wie frsh und herrlich werd ich dann Vor dir, mein Heiland, stehen! Dann nimms du mid mit ehren an; Lässt in dein reich mich gehen. Forthin von keiner laft beschwert, An leib und feele. gans verflärt, Leb' ich bey dir dann ewig.

7. Nun denn! wohl mir! ich Befehle, Einst, wenn ich kaum lallen kann, Die durch dich er Idste seele, Heiland, deinen bån den an. Du, Herr, hörst und står Feft mich! Rufest mir auch zu, daß ich noch am tage, da ich sterbe, Deine herrlichkeit ererbe.

8. Ja noch an demselben tage Geb ich in den himmel ein, Los von aller furcht und plage, Herr, ben dir daheim zu feyn. Dort ges nieß ich deines lichts, Bis der tag des weltgerichts Auch dem grab die macht entwendet; Ganz die seligkeit vollendet.

Von der Auferstehung. Mel. Allein gott in der höh ic.

1166, Mei ein heiland lebt!

er hat die macht Des todes ganz bezwungen, und Negreich aus des grabes nacht zu gott fich aufgeschwungen. Er ist mein haupt; sein sieg ist mein. Sein foll mein ganzes leben seynz Und ihm will ich auch sterben.

2. Ihm geb' ich nach vollbrach.

**. O welch ein feligs theil ift mir In jener welt bereitet. Der freuden füll' ist, Herr, bey dir, gu der dein geift mich leitet. Ich werde dort in deinem reich, linsterblich, deinen engeln gleich. Vollkommner luft genießen.

6. Denn da, wo dr bist, sollen die, Die hier dir treu find, leben, und ewig fres son schmerz und müh Jhr siegreich haupt erheben. Owas sind leiden dieser seit, Herr, gegen lene herrlichkeit, und uns begrängte freuden!

7. Dieß wort voll wonne'müsse mich Im fillen oft entzücken! Und unausidschlich muß es fich In meine seele drücken, Daß oft mein auge dorthin blickt, Wo feis ne schwachheit mehr mich drückt, Nie sinnenlust mich blendet.

8. Mich stärke dieser blick sum fleiß Der heil'gung nachzuiagen, Und, als dein junger, dir sum preis, Dein fanftes joch zu tra­gen. Fühl ich auch hier noch noth und schmerz: So tröfte dieß das Bange hers; Es kommt ein bess res leben.

Mel.