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Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste
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20 Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere.

3. Hoch ist der himmel über seiner erde; So groß ist auch, daß er geliebet werde, Die huld des herrn bey denen, die ihn lieben, Und gutes üben.

4. Wem bleibt sein antlik, wenn ers sucht, verborgen? So weit der abend sich ent= fernt vom morgen, Entfernt auch gott der sünde schuld und schmerzen Von unsern herzen.

5. So zärtlich sich ein va­ter seiner kinder Erbarmet, so erbarmt sich gott der sün­der, Wenn sie von herzen sich zu ihm bekehren, Ihm treue schwören.

2. Gott, dir ist kein ge schöpf verborgen, Keins ist vor dir gering geacht, Du würdigst jedes deiner sorgen, Und bist auf aller wohl bes dacht. Vom menschen bis auf jedes thier, Dankt alles seiner hülfe dir. 10

3. Mit heilig freudigem gemüthe Erheb ich, gott der gnade, dich! Wie theuer ist doch deine gute! Wie liebst du uns so väterlich! Daß menschen ohne furcht und graun Im schatten deiner flügel traun!

4. Mit welchem reichen überflusse Von gütern füllest du dein haus! Du theilst sie allen zum genusse, Bis sie gesättigt werden, aus. Herr unsers lebens quelle fließt Aus dir, der du das leben bist.

5. Wir, unerschaffne sonne! schauen In deinem lichte nur das licht. Entzeuch doch denen, die dir trauen, Dein gna­denvolles antlitz nicht! Gott, deine huld sey über die, Die dich verehren, schüße sie!

Mel. Wend ab deinen zorn.

27. Jauch auchzt unserm gott!

er

ist von großer güte, Barmherzig und von duldendem gemüthe. Er zürnt nicht ewig, will mit seinen knechten Nicht ewig rechten.

6. Er schlägt und heilt; verwundet, läßt genesen, Er weiß, der mensch ist ein zer­brechlich wesen; Er denkt daran, daß das geschöpf aus erde Bald asche werde.

7. Uch! er ist gras, er blüht, wie blumen blühen; Die winde wehn darüber, sie verblühen, und ihre ståtte wird, nach wenig stunden, Nicht mehr gefunden.

8. Von ewigkeit zu ewig­keiten währet Die gute gottes jedem, der ihn ehret. Ach! leite denn auch mich auf deinem pfade, Du gott der gnade.

9. So werd ich ewig deiner huld genießen, So wird mein leben sanft vor dir verfließen! So werd ich dort mit allen en­gelchören Dich fröhlich ehren.

2. Er handelt nicht mit uns nach unsern fünden, Und läßt verschonend uns das nicht empfinden, Was wir,

Eigene Melodey.

weil wir ihm unfer herz nicht 28. Wie groß ift bes

gaben

allmächtgen.