Vom Daseyn und Wesen Gottes.
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4. Die menschen hätten sich umsonst nach wahrem finne, hätten feelen, Mit glück, Umsonst nach trost im tausend bangen zweifeln sich leide. Die lust zu edlen thazu quälen, Umsonst erst ein unendlich gut zu suchen, Sich dann zu fluchen.
ten flieht Vor ihm, der seinen gott nicht sieht; Nie fühlet sich sein herz erfreut Von wonne der unsterblichkeit. Gott, unser gott! Wie jammervoll, wie fürchterlich Wird unser leben ohne dich!
5. Wir flögen gleich dem staub auf, sänken wieder, Wie leicht verwehter staub, zur erde nieder. Schön ist das laster, wenn ich gott nicht finde, Die tugend sünde.
6. Was hulfs, daß ich mich gut zu werden übe? Was könnt ich hoffen? wer verdiente liebe? Verzweiflung wår' der beste trost dem herzen In seinen schmerzen.
7. Flieht, tödtende gedanken! ihr beflecket Von ferne schon die seele, die ihr schrekket! Flieht! denn ich kenne meines Lebens quelle; Entweicht zur hölle!
8. Ich weiß, daß gott ist, weiß, an wen ich glaube; Weß hauch die seel ist, wer den leib vom staube So künstlich baut, mich trägt, mich unterstüzet, Und täglich schüket!
9. Ich weiß, auf welchen grund mein glück ich baue, Wen ich verehre, wem ich mich vertraue. Ihm zu gefallen, will ich mich nun üben: Und ihn nur lieben.
Mel. Herzlich lieb hab ich dich. 4. Web dem, der leugnet,
daß du bist, Unendlicher sein leben ist Ihm leer von edler freude; Sein wilder lasterhafter blick Sehnt
2. Wenn du nicht bist, wer trägt und hält, Und wer regieret dann die welt? Wer sorgt auch für mein leben? 3u wem soll ich mein lobgesang, Daß ich einst ward, zu wem mein dank, Daß ich noch bin, erheben? Verhäng= niß oder ohngefähr Ist dann mein gott; und blind ist der; Bernunft und wahl sind ihm ein spott, Und seine wohlthat ist der tod! Gott, wahrer gott! Wie graunvoll wird mir deine welt, Wenn nicht dein arm sie führt und hält!
3. Kann ohne dich ein glück erfreun, Für mich ein glück auf erden seyn, Und kann ichs froh genießen? Was hilft mir freiheit und verstand? Ists keine wohlthat deiner hand, Was nüßt ein gut gewissen? Bist du nicht, so erfreun sie nie, Ein traum ist ihre lust, wie sie, Die erd ist finster: niß, kein licht Entstromet deinem angesicht. Kein himmel jauchzt! Auf erden opfert
niemand dank Vom aufgang bis zum untergang.
4. Uch wußt ich keinen gott, wohin Wollt ich vor 2 2


