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Vom Daseyn und Wesen Gottes.
Mel. Nun danket alle gott.
2. An
nbetungswürdger gott! Mit ehrfurcht stets zu nennen! Du bist un endlich mehr, 20ls wir begrei: fen können. flöße meinem geift Die tiefste demuth ein, Und laß mich stets vor dir Voll ehrerbietung seyn.
2. Du riefst dem, das nicht war, Um lust und seligkeiten Aufs mannigfaltigste Um dich her auszubreiten. Die liebe bist du selbst, Verstand und rath sind dein; Und du gebrauchst sie gern, 3u segnen, zu erfreun.
Von deinem wesen wissen, Das hast du selbst zuvor Üns offenbaren müssen. Die schöpfung zeugt von dir; Und deines sohnes mund Macht uns noch deutlicher, Gott! deinen namen fund.
7. Doch hier erkennen wir Dich noch gar unvollkommen. Wird aber dermaleinst Der vorhang weggenommen, Der dich, unendlicher, Noch un ferm blick verschließt, Dann sehen wir dich, gott, St herrlich, wie du bist.
8. Indeß sey auch schon jest Dein ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein lob Von lallend schwachen zungen! Dort soll, wenn wir dereinst Vor dir verherrlicht stehn, Ein lied im höhern chor Dich, großer gott! erhöhn.
3. Du sprichst und es ge= schieht. Auf dein allmächtig: werde! Entstand dein großes werk, Der himmel und die erde. Mit deinem kråstgen wort. Trågst du die ganze welt, Und deine macht vollführt, Was uns unmöglich fällt.
Nel. Wend ab deinen zorn.
4. Du bist der herren herr; 3. Wüst, ich nicht gott
Der erde majeståten Sind, höchster, vor dir staub, Auch geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, Deß hoheit muß bestehn.
5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im fleisch dich sehen? Kein sterblich auge reicht Bis zu des lichtes höhen, Wo du voll majestát Auf deinem stuhle thronst, Und unterm frohen lob Der him melsheere wohnst.
6. Was wir, unendlicher!
erschaffen; Was hätt' ich wider furcht und gram für waffen? Gleich steuerlosen schiffen in den seen, Würd ich vergehen.
2. Dann würd ich unter mir das thier beneiden, Und mir versiegte jeder quell der freuden! Und jedes Eden würde mir auf erden Zur wüste werden.
3. War ich nicht elend? war ich nicht verloren? Uch besser wårs, ich wäre nie ge boren, Als nichts in grauen: vollen finsternissen Von gott zu wissen.


