Erste Abtheilung
Ueber die wichtigsten Stücke der Glaubenslehre.
Vom Daseyn und Wesen Gottes.
Mel. Es ist das heil uns kommen. Umspannnet erd und himmel.
er herr ist gott, und 1. keiner mehr; Froh lockt ihm, alle frommen! Wer ist ihm gleich? wer ist wie er? So herrlich, so vollkommen? Der herr ist groß! sein nam' ist groß! Er ist unendlich, gränzenlos In feinem ganzen wesen.
2. Ihn trifft kein wechsel flücht'ger zeit; Nie größer oder kleiner Wird seines na mens herrlichkeit, Der erst' ist er, sonst keiner. Wir menschen sind von gestern her; Eh noch die erde war, war er, Noch eber, als die himmel!
3. Um seinen thron her ftrömt ein licht, Das ihn vor uns verhüllet. Ihn fasfen alle himmel nicht, Wie weit er sie erfüllet! Er blei bet ewig, wie er war, Verborgen, und nur offenbar In seiner werke wundern!
4. Wo wären wir, wenn seine kraft Uns nicht gebildet hätte? Er kennet uns, fennt, was er schafft, Der wesen ganze kette. Bei ihm ist weisheit und verstand, Die kraft und stärke seiner hand
nicht fern? Weiß er nicht aller wege? Wo ist die nacht, da sich dem herrn Ein mensch verbergen möge? Die finster: niß ist vor ihm licht; Gedanken selbst entfliehn ihm nicht, Noch ehe sie entstehen.
6. Wer schützt den weltbau ohne dich, I herr, vor seinem falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein fittig über alle? Du bist voll freundlichkeit und huld, Barmherzig, gnädig, voll geduld, Ein vater, ein verschoner!
7. Unsträflich bist du, heilig, gut, Und reiner, als die sonne! Wohl dem, der deinen willen thut; Denn du vergiltst mit wonne! Du hast unsterblichkeit allein, Bist selig, wirst es ewig seyn; Hast freuden, gott, die fülle.
8. Du nur bist würdig, lob und dank 3u nehmen, preis und ehre. Kommt, werdet gottes lobgefang,
Ihr
alle feine heere! Der Herr ist gott, und keiner mehr! Wer ist ihm gleich? wer ist, wie er, So herrlich, so vollkommen. A


