Anhang einiger Gebete.
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fühle das tröstliche in den Worten: Das ist je gewißlich wahr, dulden wir mit, so werden wir mit herrschen. Mir wird es oft sauer im Kampfe der Tugend; ich werde trage und nachläffig in der Erfüllung meiner Pflichten; ich lebe in der Welt, wo es an bösen Beyspielen nicht fehlt, und in mir selbst wohnet noch immer der Trieb zum Bösen, der sich der Vernunft und den Befehlen der Religion widersetzt; aber ich eile zum Altare des Herrn, und finde da neue Antriebe zum Guten, und rufe sie wieder lebhaft in meine Seele zurück. Ich sehe ihn ats das Vorbild der reinsten Tugend, höre ihn liebevoll mir zurufen: Folge mir nach, nimm auf dich mein Joch, und lerne von mir. Und wie könnte ich noch die Sünde lieben, da Jefus fich um der Sünde willen aufgeopfert hat? Denn er ist ja deswegen gestorben, daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Ich fühle mich träge in der Liebe gegen meine Nebenmenschen, mein Herz ist oft undienstfertig, feindselig ohne Theilnahme bey Anderer Wohl und Wehe. Hier sehe ich im Geiste Jesu Blut fließen für alle; hier sehen wir dich, den Gott der Liebe, der seinen Sohn für alle da


