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schonend nimmt er sich der Irrenden, der Zöllner und Sünder an! wie freundlich belohnt er den Glauben der Samariterin durch die Hülfe, die sie begehrt!
Der Tod kann nichts Furchtbares für den haben, der treulich den Fußstapfen unsers gdttlichen Meisters nachfolgt, und sein würdiger Schüler ist in dieser Vorschule, die uns fähig machen soll für die Seligkeiten und für die Forderungen eines höheren Daseins, dem wir mit jedem Schritte uns nähern. Selbst die Andeutungen unsrer irdischen Auflösung, die Krankheiten, gewinnen eine minder furchtbare Gestalt, wenn wir sie als letzte Bedingung des sinnlichen Daseins betrachten, als die Abendwolke des scheidenden Erdentages, die zugleich die Morgenwolke des Lichtaufganges einer helleren Sonnenwelt ist. So kann denn der Tod nichts Furchtbares für den haben, der ihn als einen Beförderer zu den Stufen eines vollendeteren Lebens betrachtet. Und wie schnell geht der letzte Augenblick vorůber! Das Annähern des Todes ist zugleich sein Verschwinden; der Tod ist das Ende unsrer Pilgrimschaft, der letzte Schritt zu der neuen Heimath.
Aber Freunde, geliebte Menschen stehen um unser Lager und weinen! die Abschiedsstunde beIndofpring


