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Ruhestätte des Friedens; denn die Liebe zu Gott und das Vertrauen zu ihm sind Eins; und in so fern müssen uns alle Dinge zum Besten dienen.
Die Liebe zu Gott, zu diesem ihrem himmlischen Vater, kann nicht anders glauben, als daß Alles, was der kurzsichtige, beschränkte Mensch die Schicksale und Zufälligkeiten des wandelbaren Lebens nennt, auf Gottes Geheiß, durch eine höhere, våterliche Veranstaltung, ihm begegne. Auch Unerfreuliches, selbst die bittersten Leiden, wird die Liebe zu Gott mit Ergebung in den Willen des himmlischen Vaters annehmen, in der festen Uleberzeugung, daß die schmerzvollsten Stunden körperlicher Leiden und geistiger Anfechtungen mit zu den Mitteln gehören, welche bestimmt sind, uns abzulenken von allem irdischen, vergänglichen Wesen, und empor zu heben das Gemüth zu den himmlischen, unvergänglichen Gütern, über welche die Zufälligkeiten und Störungen des Erdenlebens nichts vermögen. Und so beten wir dann mit unserm heiligen Lehrer und hocherhabenem Vorbilde, wenn Tage. der Trübsale über uns kommen: ,, Vater! ist es möglich, so nimm diesen Kelch von mir, aber nicht mein Wille, der deinige geschehe!"- Eine solche Ergebung, ein folches Leben in Gott sollen wir in dieser Welt, in dieser Vorschule unsrer Vollendung erwerben;


