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Geistliche Lieder, Gebete und religiöse Betrachtungen / von Elisa von der Recke
Entstehung
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ben betrachtet; und dies neue Leben da keine neue Erschaffung mit uns vorgeht- kann nichts andres sein, als eine Fortsegung des Lebens, welches wir diesseits des Grabes geführt haben; eine Fortsegung, die mit erhöhten und geübteren Kräften ihre Fortschritte, mit helleren, geschärf­teren Blicken ihre Ansichten und Betrachtungen beginnt: alles dieses aber nur nach dem Maaße der Gewöhnungen und Fertigkeiten, welche die Seele in dem irdischen Dasein erwarb; Ge­wöhnungen in der Fähigkeit, würdig zu genießen, Fähigkeiten in der Kraft, würdig zu handeln; beides nämlich, wie es das Gesetz in unserm Bu­fent,- das Gewissen, uns vorschreibt. Welch ein mächtiger Antrieb, nach Vervollkommnung zu streben, liegt in diesem Gedanken, welche Auf­forderung läßt er an uns ergehen, mehr und mehr unsre Schwächen abzulegen, die uns zur Tråg­heit im Guten hinabziehen, immer mehr uns los­zumachen von den Fehlern, die unserer Vered­lung, unserm Besserwerden Abbruch thun, und uns immer freier zu ringen von der Macht und Herrschaft des Irdischen, in so fern es in uns unedle Leidenschaften erweckt, und uns dem hd­heren, reineren Dasein abwendig macht!

Der Tod kann nichts Furchtbares für den haben, der dies Leben als eine Vorschule betrach­11*

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