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Geistliche Lieder, Gebete und religiöse Betrachtungen / von Elisa von der Recke
Entstehung
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wo heller und lebendiger die Tugendfertigkeiten sich in uns entfalten. Das Reich Gottes ist inwendig in uns; aber es foll liebend und thâ­tig andern Seelen sich mittheilen, die neben uns den Pilgergang des Lebens zu dem Ziele der hd­hern Vollkommenheit wandern. So lange

mein Tag währet, sei es denn mein heiliger Be­ruf, das Reich Gottes nach der mir verliehenen Kraft ausbreiten zu helfen in dem mir zugewie­senen kleinen Raum dieser Erde. Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt, aber dennoch ist es für diese Welt; denn auch sie gehört zu dem Inbegriff, von welchem Christus sagt: ,, in meines Vaters Hause sind viele Wohnungen!!

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Dein Reich komme! lehrt der erhabene Stifter unsers Glaubens uns beten. Klarheit und Licht geht aus dem Leben und aus der Lehre jenes erhabenen Vorbildes aller menschlichen Tu­gend hervor: und darum besteht das Neich Got­tes, welches er verkündete, nicht in einer dum­pfen, frömmelnden Leichtgläubigkeit, die den Aber­glauben fördert, sondern es besteht in dem ho­hen, klaren, lebendigen Glauben, der zu from­mer Gottgefälligkeit auffordert und die Seele be­geistert zu Werken der Liebe, der wohlthätigen, helfenden, aufrichtenden, verzeihenden Liebe, die u keine Ausschließung kennt. Gerechtigkeit, Fried­