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Geistliche Lieder, Gebete und religiöse Betrachtungen / von Elisa von der Recke
Entstehung
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11 fagt er, 11 kommen."

der wird in das Himmelreich Auf welchem Wege dieser Wille geschieht, derselbe Weg führt zu Gott! Aber weil Einige meinen, daß dieser, Andere, daß jener Weg nur zu dem Vater der Liebe führe; so entzweien sich die Menschen, wegen Verschie­denheit ihrer Meinung, und reizen sich gegensei­tig auf zu Haß und Verfolgung. Wohin der Blick sich wendet, da begegnen ihm Spuren der Zwietracht, Entweihungen dieser Erde, die ein Tempel Gottes sein sollte. Mich ergreift eine schmerzliche Wehmuth; mein Geist strebt nach oben! aber was heißt Oben? wo ist es? Wo Gott ist! Gottes Nähe ist die Höhe, zu der empor die schmachtende Seele sich sehnet. Auch hier, auf diesem Punkte in der Schöpfung, umgiebt seine Allgegenwart mich! Ein tiefes hei­liges Gefühl kündigt seine Nähe mir an, durch­dringt und kräftiget mein zagendes Herz und for­dert mich auf, seiner Nähe würdig zu sein, mein Gemüth rein zu erhalten und Gutes zu wirken, so lange mein Tag währet, bis mich zu frischer Thätigkeit aufruft ein neuer Sonnenaufgang, der jenseits des Grabes mir leuchten wird. So lange mein Tag währt, will ich trachten und streben nach dem Reiche Gottes, wo die höhere Natur des Menschen in unbefleckter Würde erscheint;

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