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Geistliche Lieder, Gebete und religiöse Betrachtungen / von Elisa von der Recke
Entstehung
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fertigkeit, Langmuth, Mäßigkeit, Geduld, De­muth und Freudigkeit zu allem Guten: diese Tu­gendfertigkeiten sind die Zeichen der höhern Natur in dem Menschen; an ihnen erkennen wir das Reich Gottes. Welche Mühen, welche Selbst­überwindungen und Kämpfe diese Tugendfertig­keiten uns auch kosten mögen; sie begründen in uns das selige Bewußtsein, welches allein uns hinüber begleitet zu der neuen Wohnung in dem Reiche des Vaters. Tugendfertigkeiten sind Tugendseligkeiten! O, wer es einmal recht tief und rein empfunden hat, mit welchem Segen das Gefühl, etwas Gutes mit Anstrengung und Selbstüberwindung vollbracht zu haben, die Seele erfüllt, der läßt den Himmel nicht wieder fah­ren, der eingezogen ist in sein Herz. Wenn

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unser Tagewerk gethan ist, dann bleibt hinter uns alles zurück, was irdisch, was zufällig ist. Niederlegt am Ausgange des Lebens der Fürst seine Krone, der Reiche seine Schäße, der Mann der Ehre seinen weltlichen Glanz; nur jenes se­lige Bewußtsein verläßt den einsamen Auswan­derer nicht, und geht mit ihm durch die Nacht, die zwischen Sein und Wiedersein liegt.

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Wage es denn, du zagende Seele, nach dem Erwerbe dieses Himmels, nach diesem Bewußt­sein zu streben! Sei wacker und bete: Vater

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