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Geistliche Lieder, Gebete und religiöse Betrachtungen / von Elisa von der Recke
Entstehung
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lend mein Gesicht anweht, fühle ich den Oden des Ewigen, der Leben und Glückseligkeit aus­goß über den ganzen Haushalt der Natur.

Kräfte, unerforschliche Kräfte wirken durch einander und wechselseitig für einander; und hoch und niedrig, klein und groß, dient ein Wesen dem andern, und empfängt wiederum von einem dritten die Beförderung seines Daseins; bewußt­los das Niedere im Thiere, mit Bewußtsein das Höhere im Menschen! Ich betrachte die kleine geschäftige Ameise, wie sie ruhig und sorglich ihr wohlgeordnetes Familienleben betreibt;- ich sehe den Wurm, der aus seinem Schlummerlager im Schooße der Erde hervorgeht; seine Nahrung ist ihm bereitet, er lebt, er genießt, bringt seines Gleichen hervor und kehrt zurück in den Staub, aus welchem er entstand; ich bemerke den Vogel, wie er sein Nest auf den wiegenden Zweig bauet, wie er es gegen den Angriff der stürmen­den Witterung schirmt; wie er seine Brut mit angemessener Nahrung versorgt; und eine Stimme in mir ſpricht: Siche, da ist Gottes Finger! Mich ergreift ein inniger, seliger Schauer der Got­tesnähe, wenn ich das künstliche Nest eines Vo­gels, wenn ich den wohlberechneten Bau des Bienenstocks betrachte.

Das Thier ist seiner Kunstfertigkeiten sich nicht

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