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bewußt; denn es erwirbt sie nicht, sie sind mit ihm zugleich da; es ist der ewige Geist des unendli- d chen Lebens, der gleichsam unmittelbar in dem Thiere sich reget und wirkt! Aber wie hoch ragt über das Thier empor der Mensch! Das n Thier weiß, der Mensch lernt; das Thier hat Dasein, der Mensch erwirbt Leben! Leben!
Welchen Reichthum von Anlagen und wach- 100 senden Kräften spricht dies Wort aus!- Leben ist Bewußtsein,- selbstthätige, freie Kraft, zu begehren, zu streben, zu erwerben; eine Kraft, die nicht in rücksichtlosen Trieben, sondern in der überlegenden, umsichtigen Vernunft ihre Ge seze findet: Recht und Unrecht kommen hier zur Sprache!- Der thierische Trieb fällt ohne Umstände über den Gegenstand seiner Begierden her, ihm ist keine Verantwortung abzufordern.- Der Mensch, mit dem innern Auge der Anschauung begabt, betrachtet den Gegenstand seines Begehrens, und erkennt die Bedingungen der Umstände, die den Erwerb, das Sichzueignen des begehrten Gegenstandes gestatten oder verweigern: ihm liegt Verantwortung ob. Und wer ist denn die Herrschermacht, welcher er solche Verantwortung abzulegen hat? Die Vernunft, diese Himmelstochter, die frei für zwei Welten lebt, die an das irdische Dasein das himmlische knüpft; die
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