der Folge meines Lebens diesem Hausgottesdienst zu danken habe. Wie fühlte ich, als sechsjähriges Kind mich erhoben, wenn ich das Lied nachsingen konnte: ,, Mein erst Gefühl sei Preis und Dank!" u. s. w.-
XIX
Wie lebhaft
hielt mir die Erinnerung meine kindischen Unarten vor, wenn das Lied angestimmt wurde: Der Tag ist wieder hin,
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und diesen Theil des Lebens, wie hab' ich ihn vollbracht?" Und wie tief,- gleichsam mit einem Schauer der Heiligung durchdrang es mich, wenn meine schwache zitternde Stimme in das Lied einstimmte:
Lebe, wie du
wenn du stirbt, wünschen wirst, gelebt zu haben! So entstand in meinem Gemüthe eine Grundstimmung, die mich in den spåteren Jahren, und in allen Verhältnissen nicht verließ. Höchst mißbilligen muß ich daher den Grundfaß, nach welchem manche Erzieher wollen, daß erst, wie sie sagen, bei reiferem Verstande zu den jungen Seelen von Gott und göttlichen Dingen gesprochen werden soll. Dann müssen sich religiöse Ideen erst Raum in der Seele schaffen, die mit allerlei müßlichen und unnüten Kenntnissen angefüllt ist.
O! möchten die guten Mütter auf meine Stimme hdren, die hier aus einer beseligenden Erfahrung meines ganzen Lebens zu ihnen ſpricht.
Dresden, den 5. Mai 1826.
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