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lange reiche Erbauung gewähren, wenn man ihren Staub kaum unter den Todten noch findet. Unbeschreiblich wohl= thuend war ihr ganzes Wirken, beglückend ihre Nähe, ihr Haus eine Wohnstätte der Liebe und des Friedens. Ja, ihr Haus war ihre eigenste Welt; und doch war eigent
lich die Welt, die ganze große Familie der Menschen, ihr Haus.
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Die stillen Freuden der Mutter waren ihr nur für wenige Jahre beschieden; långer als ein halbes Jahrhundert sollte ihr Leben diesen höheren Reiz entbehren. Aber das ist die Macht, die Gott dem Menschen gegeben hat! was das Geschick ihr versagt hatte, wußte ihr Herz sich zu schaffen. Sie suchte und fand reichen Ersatz in der reinsten, edelsten, treuesten Freundschaft, und wenn etwas ihren Abschied trübte, so war es der Blick auf den zu hohen Lebensstufen vorgeschrittenen und nun verwaiseten Freund. Sie hatte ein mütterliches Herz für alle, die ihrem Hause zunächst angehörten; mit dankbarer Liebe hing sie an denen, welche ihr Dasein treulich ihrem Dienste geweiht hatten, und sie gewährte sich die hohe Freude durch Weckung, Leitung und Nährung des in ihrer unmittelbaren Nähe aufkeimenden Talents noch auf die Nachwelt segensreich zu wirken; und in der weisen und frommen Erziehung trefflicher Jünglinge und Jungfrauen, die sie wie ihre Söhne und Töchter liebte, sich ein bleibendes Gedächtniß zu stiften.
Ihre Familie war groß, unübersehlich groß. Die Armen waren ihre Kinder, den Nothleidenden war sie Mutter, Sie rief sie an ihre Tafel, und speisete sie, fie sandte Trost und Segen in die Hütten, die Trauernden und Darbenden zu erquicken. Jeden edeln Zweck förderte sie thätig und großmüthig, und ihr großes Herz fand einen Hochgenuß darin, es zu thun selbst mit Beschrånkung des eigenen Bedürfnisses. Viele Thränen des Dankes fließen an ihrem


