Von Gottes Wesen
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nur durch ihn, Wie Laub im Walde zittern, Und, will er, muthloß fliehn!
4. Allgegenwärtig schauet Sein allumfassend Aug" umher; Und wer ihm nur vertrauet, Den dekket, den versorget er; hört das Geschrei des Raben, hat für die ganze Welt, Hat für den Wurm selbst Gaben, Und Schmuck für That und Feld. Fehlt dem für euch zu sorgen, Verzagte, Rath und Macht? Der, scheint er auch verborgen, Euch nah ist, euch bewacht?
5. Wie könnt ihr denn, Verbrecher, Dem, der so nah euch ist, entgehn; Konnt wahnen: Er, der Racher, Werd' euer finstres Werk
nicht fehn? Eh' noch Gedanken werden, Von ferne sieht er sie, Und alle Nacht auf Erden Verhüls Ien euch ihm nie. Glaubt nicht, daß er's nicht wiffe; Mit seinem Schrecken füllt Er selbst die Fins sterniffe, Worin ihr euch verhüllt.
6. Er wird, er wird euch fin den; Denn in den Höhen herrscht der Herr; Herrscht in den tiefen Schlünden, An allen Enden herrschet er. Hat überall auch Waffen Und Plagen mancher Art, Den Frevler zu bestrafen, Für sein Gericht bewahrt. Und plóglich stür zen Flammen, Wenn ihr, Betrogs ne, glaubt, Er schlummre tief, zusammen Herab auf euer Haupt.
7. So schnell die Luft sich ró. thet, Wenn sie des Blikes Flug durch fleugt, Trifft seine Rach' und tödtet, Wenn des Vertreters Bits te schweigt. Sprich, Sünder: Mir sur Rechten, Bar Linken hier ist
Gott; Am Tag, in allen Nächten, Und wo ich bin, ist Gott! Sprich: wo ich sit' und gehe Und liege, hier ist Gott! Im Thal und in der Höhe, Und überall ist Gott!
8. Er ist auch nahe denen, Die willig üben sein Gebot, Hört sie, zählt ihre Thränen, Hilft, und vers scheucht, was ihnen droht. Sprich Frommer: Mir zur Rechten, Zur Linken hier ist Gott! In meines Kummers Nächten, Und wo ich seufz', ist Gott! Wo keinen Freund ich habe, Wo Niemand hilft, ift Gott! Im Todeskampf, im Gras be, Und überall ist Gott!
mel. Ver deinen Thron tret' 26.
17.
Gott, der alles sieht
und weiß, Anbetung sei dir, Dank und Preis! Daß du, dem nichts verborgen ist, Mein Vater, Freund und Führer bist.
2. Mein Herz gedenke stets an dich, Und sag' es sich: Gott fen net mich, Sieht, ob ich wandle, oder ruh', Sieht, was ich auch im Finstern thu'.
3. Gib Stårke, so zu wandeln, mir, Als ging ich ins Gericht vor dir: So tauschen mich Berführer nicht, So scheu' ich nie der Wahrs heit Licht.
4. Dein Beifall ist mir dann gewiß; luch in der größten Fins sterniß Erheitert der Gedanke mich: Gott kennet und versorget dich.
5. Selbst in der finstern Tos desnacht Erschreck' ich nicht; dein Auge wacht. Auch dann frohs lock' ich über dich: Ich bin des Herrn, er kennet mich.


