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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche in dem Herzogthume Anhalt-Cöthen
Entstehung
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Von Gottes Wesen

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3. Wohin, wohin soll ich Vor deinem Geiste fliehen? Wo könnt' ich jemals wol Mich deinem Aug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, So bist du, Höchster, da. Führ ich zur Tief hinab, Auch hier bist du mir nah.

Mel. Mir nach, spricht Christus 2c.

4. Nähm' ich auch, schnell zu

fliehn, Die Fittige vom Morgen; 14. Nie bist du, Höchster,

Selbst an dem fernsten Meer Blieb' ich dir nicht verborgen, Und blieb' ich hier auch gleich Den Menschen unbekannt, Gott, so umschlöffe mich Doch deiner All, macht Hand.

5. Sprách' ich zur Finsterniß: Sei um mich, mich zu decken! Se sucht' ich doch umsonst Vor dir mich zu verstecken. Denn auch die Finsternis Ift vor dir helles Licht; Die Nacht glänzt wie der Tag Vor deinem Angesicht.

6. Im Mutterleibe schon War ich von dir umgeben, Bon dir ges bildet, Gott, Von dir geführt ins Leben. Ich danke dir, daß du Mich wunderbar gemacht, Und meiner, eh' ich war, So väterlich gedacht.

7. Du kanntest mein Gebein, Eh' ich ans Licht gekommen, Da ich im Dunkeln erst Die Bildung angenommen. Dein Auge sah mich schon, Eh' ich bereitet war, Und meiner Tage Lauf War dir schon offenbar.

8. Was für Erkenntniffe, Für Föstliche Gedanken! Unzählbar sind fie nir: Denn sie sind ohne, Schranken. Mit Ehrfurcht will Ich sters Auf dich, mein Schöpfer, fehn, Dir folgen, und dein Lob, So gut ich kann, erhöhn..

9. Erforsche mich, mein Gott,

Und prüfe, wie ich's meine: Ob ich der wirklich bin, Der ich zu sein mir scheine, Sieh, ob mein Fuß vielleicht Sich einem Irrweg naht, Und halte mich zurück Auf ebnem sichern Pfad.

von uns fern, Du wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, Bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich; Denn deine Rechte schüßet mich.

2. Was ich gedenke, weißest du; Du prüfest meine Seele. Dit siehst es, wenn ich Gutes thu'; Du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug entfliehn, lind nichts mich deiner Hand entziehn.

3. Wenn ich in stiller Einsame keit Mein Herz an dich ergebe, Und über deine Huld erfreut, Lob. singend dich erhebe; So merkst du drauf, und steht mir bei, Daß ich dir immer treuer ſei.

4. Du merkst es, wenn des Herzens Rath Verkehrte Wege wählet, Und bleibt auch eine böse That Vor aller Welt verhehlet, So weißt du sie und strafest mich zu meiner Beßrung vátrlich.

5. Du hörest meinen Seufzern zu, Daß Hülfe mir erscheine. Voll Mitleid, Bater, zählest du Die Thránen, die ich weine. Du siehst und wågest meinen Schmerz, Und stärkst mit deinem Trost mein Herz.

6. O drück, Allgegenwärtiger, Dies tief in meine Seele, Daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, Mein