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Von Gottes Wesen
2. Wohin auch nur mein Auge blickt, Da seh' ich Ordnung, die entzückt, Im Großen und im Klei. nen. Ich seh', und ganz erstaunt bin ich, Wie der Geschöpfe Heere sich zu einem Ziel vereinen.
3. Nein, wahrlich! nicht von ohngefähr Entstanden Himmel, Erd' und Meer; So konnte nichts entstehen. Nur du, Gott, schufest die Natur, Dir danket jede Kreatur Ihr Dasein und Bestehen.
4. Du bists, der die geschaffne Welt In ihrer Ordnung noch er hålt, Mit Weisheit sie regieret. Du bist es, der nach seinem Rath Auch uns auf unsers Lebens Pfad Mit weiser Gnade führet.
5. D wohl mir, Hóchster, daß du bist, Und alle Welt dein Werk nur ist! Nun ist gewiß mein Leben Nicht eines blinden Zufalls Spiel: Ich darf nach meiner Wünsche Ziel Nun nicht vergebens streben.
6. Mein Sehnen nach Zufrieden heit, Mein Durst nach ew'ger Ses ligkeit Wird sicher nun gestillet; Wenn nur zu dir mein Geist sich hålt, Und nicht die schnöde Lust der Welt Hier mein Gemüth erfüllet.
7. Drum soll es stets mir Freu de sein, Dir, Gott, mein ganzes Herz zu weihn, Zur Ehre dir zu leben. Du wirst mir dann in jeder Noth Hier reichen Trost und, kommt mein Tod, Des Himmels Wonne geben.
Der Herr ist groß! Sein Nam' ist groß! Er ist unendlich, grenzenlos, In seinem ganzen Wesen.
2. Er ändert sich nicht mit der Zeit, Nie größer oder kleiner Wird seines Wesens Herrlichkeit; Nur er war stets, sonst keiner. Wir Menschen sind von gestern her, Eh' noch die Erde war, war er, Noch eher, als die Himmel.
3. Des Höchsten Thron ums strahlt ein Licht, Das ihn vor uns verhüllet. Ihn fassen alle Himmel nicht, Ihn, der sie all' erfüllet. Er bleibet ewig, wie er war, Verborgen, und auch offenbar In seiner Werke Wundern!
4. Wo wären wir, wenn seine Kraft Uns nicht gebildet hätte?. Er kennet uns, und was er schafft, Der Wesen ganze Kette! Bei ihm ist Weisheit und Verstand, Und er umspannt mit seiner Hand Die Erde sammt dem Himmel.
5. Ist er nicht nah? Ist er nicht fern? Weiß er nicht Aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn Ein Mensch verbergen möge? Umsonst hüllt ihr in Finsters niß Was ihr beginnt, er siehts ges wiß; Er sieht es schon von ferne.
6. Wer schützt den Weltbau oh ne dich, O Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein Fittig über alle. Du bist voll Freundlichkeit und Huld, Barm herzig, gnädig, voll Geduld, Ein Vater, ein Verschoner.
Mel. Sei Lob und Ehr' dem ze.
7. Unsträflich bist du, heilig,
4. Der Herr it Gott, und kei- gut und reiner als die Sonne!
ner mehr. Frohleckt ihm alle From men! Wer ist ihm gleich? Wer ist, wie er, So herrlich, so vollkommen?
Wohl dem, der deinen Willen thut, Denn du vergiltst mit Wonne! Du haft Unsterblichkeit allein, Bift fc


