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Die heilige Passion : gefeiert in Liedern, Betrachtungen und Gebeten / hrsg. von dem Christlichen Vereine im Nördlichen Deutschland
Entstehung
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pfindung unseres Herzens, die nicht von der Sün­de befleckt und verunreinigt wäre. Er, der Herr, muß uns waschen und reinigen durch Sein Blut. Und wir wollen es doch Ihm nicht erlauben, wir verschmähen die Gnade, welche sich dazu anbietet, wie bettelstolze Thoren das Allmosen verwerfen, ohne welches sie doch verhungern und elendiglich umkommen müssen. Werde Ich dich nicht wa

schen, so hast du kein Theil mit mir," diese Erklä rung des Herrn besiegt endlich den thörichten, Sei­ner Gnade widerstrebenden Jünger. Keinen Theil mit Ihm! nein! das erträgt kein Herz, das vom Geiste Gottes angeregt und von der Liebe des Herrn Jesu ergriffen ist. Keinen Theil mit Ihm! dieser Gedanke zerbricht den letzten Stolz der Seele, reißt die letzten Banden, womit die Sünde das Herz fest­hält, auseinander, und arm, blind und bloß, wie wir sind, nichts mehr von uns selbst erwartend, son­dern Alles von Seiner Huld und Gnade erflehend, sinken wir zu den Füßen dessen nieder, dessen Blut allein nur uns von unserm Aussage reinigen kann. ,, Herr nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt" tönt es von des Jüngers Lippen. Aber ach! welche Geduld muß der Herr mit unserm verkehrten Herzen haben, bis es zum rechten Ver­ståndniß unserer Sünde und Seiner Gnade kommt! Wie äußerlich und fleischlich faßt der liebe, ungestü­me Petrus des Heilandes Liebeswerk! Er meint, das Wasser thue es. Aber ob wir auch den Ocean ausschöpfen, wir würden mit allem Wasser darin auch noch nicht einen Flecken von der Seele wegwa> schen können. Es hilft hier kein äußerliches Werk, kein Wassertaufen und kein Abendmahlgchen, wenn wir