Druckschrift 
Christliches Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Fürstenthum Osnabrück : zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienste und bei der Hausandacht ; nebst dem Lieder- und dem gewöhnlichen doppelten Anhange [Gebete [und] Die Epistolischen und Evangelischen Texte]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Epistolischen

Eine andere Epistel. 2. Thessal. 1, 3-10. Wir follen Gott danken allezeit um euch, lieben Brüder, wie es billig ist. Denn euer Glaube wächset sehr, und die Liebe eines Jeglichen unter euch Allen nimmt zu gegen einander, also, daß wir uns eurer rühmen unter den Gemeinen Gottes, von eurer Geduld und Glauben in allen euren Verfolgungen and Trübfalen, die ihr duldet, welches anzeiget, daß Gott recht richten wird, und ihr würdig werdet zum Reich Gottes, über welchem ihr auch leidet; nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trübsal denen, die euch Trübsal anlegen; euch aber, die ihr Trübsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jesus wird geoffenbaret werden vom Himmel, fammt den Engeln seiner Kraft, und mit Feuerflammen, Nache zu geben über die, so Gott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelio unsers Herrn Jesu Christi; welche werden Pein leiden, das ewige Verderben von dem Angesicht des Herrn, und von seiner herrlichen Macht; wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit seinen Heiligen, und wunderbar mit allen Gläubigen. Denn unser Zeugniß an euch von demselbigen Tage habt ihr geglaubet.

72

Evangelium. Matth. 25, 31-46. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herr lichkeit, und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sigen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker versammlet werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken schei det; und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Baters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist vom Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränket ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherberget; i bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleitet; ich bin frant gewesen, und ihr habt mich besuchet; ich bin gefangen gewesen, und ihr seyd zu mir gekommen. Dann werden ihm die Ge hungrig gesehen, und haben dich gespeiset? oder durstig, und rechten antworten, und sagen: Herr, wann haben wir di haben dich getränket? Wann haben wir dich einen Gaft gefe hen, und beherberget? oder nackend, und haben dich bekleidet! Wann haben wir dich trant oder gefangen gesehen, und find