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Christliches Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Fürstenthum Osnabrück : zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienste und bei der Hausandacht ; nebst dem Lieder- und dem gewöhnlichen doppelten Anhange [Gebete [und] Die Epistolischen und Evangelischen Texte]
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und Evangelischen Texte.

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pheten aufstehen, und große Zeichen und Wunder thun, daß verführet werden in den Irrthum( wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siche, er ist in der Kammer, so glaubet es nicht. Denn gleichwie der Blizz ausgeht vom Aus fang, und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch seyn die Zukunft des Menschen Sohnes. Wo aber ein Nas ist, da sammlen sich die Adler.

Am sechsundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis.

Epistel. 2. Petr. 3, 3-11.

Und wiffet das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eignen Lüsten wandeln, und sagen: wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es Alles, wie es von Anfang der Creatur gewesen ist. Aber muthwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vor Zeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sündfluth verderbet. Wie auch der Himmel jetzt und die Erde werden gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammniß der gottlosen Menschen. Eins aber sey each unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dent Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verziehet nicht die Verheißung, wie es Etliche für einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß Jemand verloren werde, sondern daß sich Jedermann zur Buße fchre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hiße zer­schmelzen; und die Erde und die Werte, die darinnen sind, werden verbrennen. So nun das Alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt seyn mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet der Zukunft des Tages des Herrn, an welchem die Himmel vom Fener zergehen und bie Elemente vor Hige zerschmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels, und einer neuen Erde, nach seiner Verheißung, in welchem Gerechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, bie­weil ihr darauf warten sollet: so thut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich in Frieden erfunden werdet.