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Christliches Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Fürstenthum Osnabrück : zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienste und bei der Hausandacht ; nebst dem Lieder- und dem gewöhnlichen doppelten Anhange [Gebete [und] Die Epistolischen und Evangelischen Texte]
Entstehung
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und Eigenschaften.

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was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel' entstand. norm

2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wissest; du schaffeft, was ich thu'; du ordnest, du beschließest, was mir begegnen soll. Erstaunt seh' ich auf dich; wie groß ist dein Verstand, wie wun­derbar für mich.

3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste fliehen? wo könnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da; führ' ich zur Tief' hinab, auch hier bist du mir nah'. 4. Sucht' ich auch schnell zu fliehn, vom Abend bis zum Morgen, selbst an das fernste Meer, blieb ich dir nicht verborgen; auch da umschlösse mich doch deine Allmachtshand; denn du bist überall, und dein ist jedes Land.

5. Språch' ich zur Finsterniß: sey um mich, mich zu decken! so sucht' ich doch umsonst vor die mich zu ver­stecken; denn auch die Finsterniß ist vor dir helles Licht, die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Angesicht.im 6. Du warst schon über mir in meiner Mutter Leibe; du bildetest mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, eh' ich war, schon våterlich gedacht.

7. Du kanntest mein Gebein, eh' ich ans Licht ge­kommen, da ich im Dunkeln erst die Bildung angenom­men; dein Auge sah' mich schon, eh' ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon offenbar.

8. Was für Erkenntnisse, für köstliche Gedanken, unzählbar sind sie mir; denn sie sind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer, fehn, dir folgen, und dein Lob, so gut ich kann, erhöh'n.

9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ich's meine; ob ich rechtschaffen bin, wie ich's von außen scheine. Sieh', ob mein Fuß vielleicht auf falschem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhöht. Denabr. Landgefangb. 7. Aufl.

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