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Von Gottes Wesen
scharfe Blicke. Laß, was geheime Schande heißt, und alle bösen Tücke mich lebenslang vermeiden.
Mel. Mir nach, spricht Christus zc. 16. Nie bist du, Höchster, von uns fern; du wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn! bin ich in deinen Hånden. Durch dich nur leb' und athme ich; denn deine Rechte schüßzet mich.
2. Was ich gedenke, Gott, weißt du! du prüfest meine Seele. Du siehst es, wenn ich Gutes thu'; du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug' entfliehn und nichts mich deiner Hand entziehn.
3. Wenn ich in stiller Einsamkeit mein Herz an dich ergebe und, über deine Huld erfreut, lobsingend dich erhebe: so hörst du es und stehst mir bei, daß ich dir immer treuer sey.
4. Du merkst es, wenn des Herzens Rath verkehrte Wege wählet; und bleibt auch eine böse That vor aller Welt verhehlet: so weißt du sie, und strafest mich zu meiner Bessrung våterlich.
5. Du hörest meinen Seufzern zu, daß Hülfe mir erscheine. Voll Mitleid, Vater, zählest du die Thränen, die ich weine. Du siehst und wågest meinen Schmerz und stärkst mit deinem Trost mein Herz.
6. O drůck', Allgegenwärtiger! dies tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr! mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge scheu' und fromm zu leben eifrig sey.
7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln; und stärke mich dann auch mit Kraft, vor dir getroft zu roandeln. Daß du, o Gott, stets um mich) seyst, dies tröst' und beff're meinen Geist.
Mel. Nun danket Alle Gott 2c.
17. Herr, du erforschest mich, dir bin ich unverborgen du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sorgen


