und Eigenschaften.
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9. Und in allgemeine Nacht sinke dann mit seiner Pracht jeder Himmel, und die Welt stürze hin, wenn Gott mich hålt!
Allwissenheit und Allgegenwart Gottes.
Mel. Es wolle Gott uns gnädig zc.
15. Auwissender, vollkomm'ner Geist, deß Auge Alles siehet, was durch der Nächte Dunkel dreist der Sünder frech vollziehet. Wer ist, der deinem Licht entflieht, will er sich gleich verstecken; was in der Finsterniß geschieht, das weißt du aufzudecken und an das Licht zu bringen.
2. Selbst die Gedanken sind dir kund, die unsre Seele heget, eh' sie noch der verschloff'ne Mund durch Worte dargeleget. Die Herzen sind dir offenbar, du kannst ihr Dichten spüren; den Rath derselben siehst du klar, du prüfest Herz und Nieren und dir bleibt nichts verborgen.
3. Was deiner Freunde Herz begehrt, das weißt du, eh' sie beten; ihr Seufzen wird von dir erhört, eh' sie noch vor dich treten. Was deiner Feinde Herz beschließt, das ist dir unverborgen, dieweil du ihren Anschlag siehst, als wie den lichten Morgen, den keine Schatten decken.
4. Was nach Verfließung vieler Zeit noch künftig wird geschehen, das sieht dein Auge allbereit als gegenwärtig stehen. Du machst es deinen Knechten kund, es weiter auszubreiten, und läßt es noch durch ihren Mund auch den entferntern Zeiten in deinem Wort entdecken.
5. Bleibt gleich vor Menschen Manches noch in dieser Beit verschwiegen, so wird die Wahrheit künftig doch die Finsterniß besiegen. Dein unparteiisches Gericht wird Alles offenbaren; was noch so heimlich jetzt geschicht, wird man alsdann erfahren und öffentlich erzählen.
6. Laß mich, o höchste Majestät! dein helles Auge scheuen, das nie ein Heuchler hintergeht mit falschen Schmeicheleien. Erinnere stets meinen Geist an deffen


