Von Gottes Wesen
7. Erd' und Himmel wird vergehn, alle Welt wird mich verlassen; nur du bleibst mir ewig stehn, deine Hand wird mich umfassen, wenn ich nun von hinnen scheide. Ewig bist du meine Freude!
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8. Laß mir doch zu jeder Zeit, Herr des Himmels und der Erden, diese deine Ewigkeit einen starken Antrieb werden, dich zu lieben, dir zu trauen, und mein Glück auf dich zu bauen.
Mel. Gott sey Dant in aller zc.
14. Ew'ger Gott! wie selig ist, wer dich kennt und wohl ermißt, wie du dich uns offenbarst! denn du bist, wirst seyn und warst.
2. Ewig bleibst du selbst dir gleich, weise, treu und gnadenreich, ewig mächtig und voll Kraft, heilig und untadelhaft.
3. Wenn ich auf zum Himmel schau', welch ein wundervoller Bau! doch er wird nicht ewig stehn; er entstand und wird vergehn.
4. Du nur bleibest, wie du bist; was dein weiser Rath beschließt, ist unwandelbar, wie du, gut und heilig stets, wie du.
5. Du bist nicht ein Menschenkind, daß du lugest; nicht gesinnt, wie der Mensch, der, wandelbar, nimmer bleibet, was er war.
6. Was du zusagst, ist gewiß; zwischen Licht und Finsterniß tappt der Mensch hin, wählt, bereut plößlich wieder, was ihn freut.
7. Und ich sollte nicht vertraun, nicht auf dessen Hülfe baun, der mit Weisheit und Verstand mich stets führt an seiner Hand?
8. Nein, Unwandelbarer, dein soll sich meine Seele freun; sey mein Fels, Gott, sey mein Licht, ewig meine Zuversicht!


